#73 Jakoba Rauter: Der eigene Weg ist manchmal pink – Authentizität schlägt Perfektion.

Shownotes

Mit gerade einmal 17 Jahren ist Jakoba Rauter bereits Junioren-Europameisterin im Bouldern und zählt zu den größten österreichischen Nachwuchshoffnungen. Doch diese Folge handelt nicht in erster Linie von Medaillen oder Erfolgen. Sie handelt von etwas, das im Leistungssport oft viel schwieriger ist: den Mut zu haben, den eigenen Weg zu gehen. Denn gerade als junge Athletin prasseln unzählige Meinungen, gut gemeinte Ratschläge und Vergleiche auf einen ein. Man orientiert sich an Vorbildern, sucht nach der perfekten Vorbereitung und möchte möglichst keine falschen Entscheidungen treffen. Doch was passiert, wenn der Weg, der für alle anderen richtig erscheint, sich für einen selbst nicht richtig anfühlt? Gemeinsam sprechen wir darüber, warum es die perfekte Entscheidung eigentlich gar nicht gibt, weshalb Vergleiche unglaublich viel Energie kosten und wie wichtig es ist, den Blick immer wieder auf sich selbst zu richten. Jakoba erzählt offen, warum sie gelernt hat, niemand anderem hinterherzulaufen, weshalb sie heute mutiger ihre eigenen Entscheidungen trifft und warum sie lieber ihren eigenen Weg geht – auch wenn sie noch nicht genau weiß, wohin dieser führt. Eine Folge über Selbstvertrauen, Mut und Identität. Darüber, warum Perfektion keine Voraussetzung für Erfolg ist, sondern Authentizität oft die größte Stärke. Und darüber, weshalb man am Ende selbst der Regisseur des eigenen Lebens ist. Viel Freude beim Zuhören!

Für Fragen, Anregungen und Feedback erreicht ihr mich unter sportimkopf.podcast@gmail.com. Über Bewertungen & Feedback freue ich mich sehr, da es mir hilft den Podcast immer zu verbessern.

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Oder ihr folgt einfach „Sport im Kopf“ und verpasst ab jetzt keine Folge mehr.(-:

Transkript anzeigen

00:00:01: Sport im Kopf, der Sporpsiologie-Podcast von und mit Kajaschöpf.

00:00:07: Herzlich willkommen bei Sport im Kopf!

00:00:09: Schön, dass du heute wieder oder auch zum ersten Mal zuhörst.

00:00:12: Ich bin mal in meiner Lieblingsaufnahmelocation der Podcastbox in der Base Five in Innsbruck.

00:00:19: Meine heutige Gäste ist gebürtiger Innsbockerin.

00:00:22: Sie trainiert ebenfalls in der base five und hatte erst letztes Wochenende ihren ersten Heimweltcup und zweiten Weltcup insgesamt.

00:00:30: Motiviert vom Heimpublikum klettert sie sich dort das erste Mal in ein Weltcup-Semi-Finale.

00:00:36: Sie ist amtierende Junioren Europameisterin und darf mit ihren ersten,

00:00:40: siebzehn

00:00:41: Jahren unserer Jüngsten der Podcastgäste bereits auf viele Erfolge zurückblicken – aber sie darf vor allem nach vorne blicken!

00:00:49: Sie ist eine junge Athlete die den Mut hat, in eigenen Weg zu gehen auch wenn es gerade im Leistungssport nicht immer einfach ist.

00:00:56: Viele gut gemeinte Ratschläge, Vergleiche, Idole und Jad nach guten Ergebnissen.

00:01:01: Vor lauter Bäumen sieht man da manchmal auch keinen Wald mehr!

00:01:04: Und trotzdem muss man Entscheidungen treffen und seinen eigenen Weg gehen – nicht immer einfach.

00:01:09: Um genau darüber sprechen wir heute.

00:01:11: ich freue mich auf meine bisher allerjüngste Gästen eine großartige Athletin und einen großartigen Mensch in diesem Sinne.

00:01:18: Servus und herzlich willkommen Jakuba Rauter.

00:01:22: Hallo und Dankeschön für die Introduction.

00:01:25: Habe ich irgendwas falsch gesagt?

00:01:27: Ich glaube nicht, ich bin begeistert.

00:01:30: Ich habe ja erst überlegt ob ich noch einige mehr Erfolge und Ziele... Nicht Erfolger, Erfolgen und Ergebnisse aufzählen soll aber das hätte hier auch den Rahmen gesprengen.

00:01:39: Und vor allem wollen wir nach vorne schauen was glaube ich wichtig ist und zählt.

00:01:44: Ja Kuba schön dass du dir heute Zeit genommen hast.

00:01:47: Für dich ist es eigentlich mitten in der Saison.

00:01:51: Hast du gerade eine kleine Pause nach dem Weltcup in Innsbruck?

00:01:57: Ich würde sagen, eine kleine Wettkampfpause.

00:01:59: Auf jeden Fall keine Trainingspause.

00:02:01: Ich bin mitten im Training.

00:02:03: Es ist eine Pause von den ganzen vielen Wettkämpfen hintereinander.

00:02:07: Es stehen trotzdem noch viele Wettkempfe an – ein oder zwei sehr wichtige auf die ich mir jetzt vorbereite.

00:02:13: und genau so schaut es aus!

00:02:15: Was steht denn an?

00:02:17: Einmal die Erwachsenen-EM in Barcelona meine erste Erwachsenen-EM und direkt danach, vier Tage später die Jugend WM in Alko eigentlich das Highlight meiner Saison.

00:02:27: Und ja ich bin schon sehr aufgeregt.

00:02:30: Das sieht man da Jakuba gar nicht an aber ist auch eines der Ziele dass man die Aufregung einem Athleten einer Athletin nicht ansieht.

00:02:38: Jakuba wie geht es dir denn gerade um?

00:02:40: Wie war diese Saison bisher?

00:02:43: Bei euch würde sagen wir gehen sehr gut.

00:02:45: Die Saison bis her habe mich schon viele Leute gefragt und das ist manchmal schwer irgendwie zu sagen weil sie so überwältigend war.

00:02:52: Ich habe natürlich auf das hin trainiert, dass ich so eine coole Saison wie bis jetzt hab aber dass es dann so gut aufgeht kann man natürlich trotzdem nicht wissen.

00:03:02: Ich hab schon direkt danach gemerkt, dass es extrem einfach ermüdend ist so viele Bewerber zu haben.

00:03:07: Aber das merkt man inmitten der ganzen Bewerbe nicht Weil mir jeder Bewerb so viel Energie gibt.

00:03:13: Ja aber ich bin natürlich trotzdem froh, dass jetzt mal die ganze Last abfällt und ich bin echt stolz.

00:03:18: Ja, ich glaube das kannst du auch sein und es ist ja dir zumindest sehr gut gelungen.

00:03:22: Das leisten wir uns darauf ankommt was ja auch ein ganz wichtiges sportpsychologisches Thema ist.

00:03:28: Ja Koa Du hast ja den einen oder anderen Podcast hier schon gehört und weiß deswegen welche drei Worte am Anfang oder was ich meine gestern am Anfang bitte sich privaten drei Worten vielleicht drei Wort beruflich als Athletin zu beschreiben.

00:03:45: Manchmal unterscheidet es sich, manchmal ist das aber auch relativ ähnlich.

00:03:49: Ja voll!

00:03:49: Ich habe mir auch bisschen Gedanken gemacht, aber natürlich nicht so viel.

00:03:54: Aber ich finde es schwierig zu unterscheiden weil man sich schon irgendwie trotzdem jeden Tag einfach als Athlet sieht dass man sagt okay so bin ja als Mensch und so bin er als Athlet weil das schon oft verschwimmt glaube ich.

00:04:05: aber ich würde sagen... ich bin also Athlet als auch als Mensch ziemlich kreativ und mutig Aber vielleicht sogar im Kletter manchmal ein bisschen mehr als wie einfach nur das Mensch.

00:04:19: Ich glaube, da kann ich mir noch viel von mir selber abschauen und Lebensfroh würde ich sagen.

00:04:25: Also ich würde sagen, dass ist meine größte Stärke eigentlich.

00:04:28: Und also Athletin vielleicht noch sehr ehrgeizig und perfekt zynistisch.

00:04:33: Das kann ich nur bezeugen!

00:04:34: Ich kann aber auch bezogen, dass du als Jaguar privat Mutig bist, mutiger wirst.

00:04:40: Du sitzt vor mir mit pinken Haaren also muss man sich auch erst mal trauen.

00:04:48: Ja guck mal wir steigen

00:04:49: ein du

00:04:50: bist eine Boulderin.

00:04:53: was fasziniert dich an diesem Sport und was sind vielleicht auch für dich persönlich die größten mentalen Herausforderungen?

00:05:03: Ich finde das ist eigentlich echt der schwierige Frage weil das Ding Ich bin aufgewachsen mit den Bullern.

00:05:09: Und dadurch liebe ich es natürlich auch, weil ich einfach das schon immer gemacht habe und einfach so das Klettern lieb.

00:05:15: Da kann ich nicht mehr beschreiben als wie ihr liebt es aus Haaren zu klettern.

00:05:20: Andererseits wenn ich mir darüber Gedanken mache ist es schon glaube ich des was mich daran haltet dieses man kann da einfach so richtig ein Kind sein.

00:05:29: also man kann einfach genau das uns sich so bewegen wie es für einen am besten selber passt.

00:05:34: Ich kann mir von jedem Sachen anhören und Sachen anschauen, aber ich werde nie so klettern wie die Person.

00:05:39: Und niemand wird zu kletdern wie ich.

00:05:41: Niemand hat die gleichen Bewegungen und den gleichen, keine Ahnung, Style wie ich beim Klettern.

00:05:46: Und trotzdem kommen andere mit einem ganz anderen Style an Stopp.

00:05:49: Und das finde ich schon glaube ich das was mich am meisten fasziniert.

00:05:52: Und weil ich einfach schon immer da meinen Kopf abschalten habe können auch wenn es irgendwie Probleme im Außen oder so gibt bin ich einfach kletterngangern und hab mir meine Freunde getroffen ohne auszumachen und einfach Spaß gehabt!

00:06:03: Was sind denn, also das ist eine was du beschreibst finde ich total schön und ich glaube das macht Klettern wirklich auch raus weil man sich einfach sehr auf den Punkt konzentrieren muss.

00:06:10: Und da in so einer komplette Welt eintaucht... ...was sind deiner Meinung nach die größten mentalen Herausforderungen?

00:06:19: Die vor allem Dicht-Challenges.

00:06:21: Boah, da gibt es viele!

00:06:22: Also da gibt's auch viele in denen ich gut bin und in denen nicht gut bin.. ..und sie finden es kommt voll darauf an was für Positionen man ist, weil wenn ich jetzt zum Beispiel an Wettkampf klettern weiß okay jeder wartet von mir dass sie gewinnen und ich auch.

00:06:36: dann habe ich ganz andere mentale Herausforderungen wie wenn ich einfach z.B.

00:06:40: wir jetzt beim Heimweltkap reinstarrt und die weiß die ganze Crowd steht hinter mir obwohl ich noch nichts gemacht hab.

00:06:46: aber so grundsätzlich würde ich sagen beim Bolan ist es nicht so wie beim Laufen.

00:06:51: ok kann mich darauf vorbereiten ich werde hundert Meter laufen und so schnell wie möglich sondern ich gehe zum Wettkampf und habe eigentlich keine Ahnung was mir erwartet.

00:06:59: Und ich kann mich nie perfekt hundertprozent auf das vorbereiten, ich kann mir aber schon perfekt darauf vorbereiten wie ich halt zu dem Wettkämpf hingehe und mir denke okay hab alles dafür getan und irgendwie man muss dann halt in dem Moment genau das an den Punkt bringen und ich glaube das ist auch das was mich fasziniert.

00:07:15: aber das ist oft das was einfach so Struggles hervorbringt.

00:07:21: Aber ich glaube es ist schon dieses, man hat drei Runden.

00:07:24: Man hat ganz viele Boulder und nur vier Minuten Zeit für ein Boulder.

00:07:28: Und dieses Neu fokussieren das im Moment wenn man im Boulder ist und nicht weiß was man als nächstes machen soll richtige Entscheidungen zu treffen.

00:07:36: Das ist glaube ich schon das was die meisten Athleten muss ja meistens damit strengeln oder halt voll als Stelke sehen.

00:07:42: Ich muss auch echt sagen dass es bei fast jedem Wettkampf anders.

00:07:46: Also es kommt einfach echt drauf an wie geschraubt ist, wie lange die Boulder sind.

00:07:51: Wie gut auch in die Runde reinstattest, wie gut du dir holen kannst.

00:07:55: Es ist schon so dass die Struggles die kann ich nicht vorher sehen.

00:07:59: Das ist für die Zuhörer und Zuhöhrinnen ganz interessant zu wissen.

00:08:03: also du weißt ja nicht wieso ein Boulder ausschaut.

00:08:05: Du hast gerade beschrieben also klar hundert Meter sind Hundert Meter.

00:08:08: Da weiß man wie die aussehen werden.

00:08:10: Du weißt nicht wie die geschrauppt sind.

00:08:13: Ja voll!

00:08:14: Das ist auch glaube ich das, wenn man nicht so im Bouldern drin ist dass man das nicht so verstehen kann und mich dann die Leute immer fragen ja kannst du den Boulder glaubst klettern?

00:08:23: Und ich meine so wie weiß es nicht.

00:08:25: Ich bin ein Boulderm nie geklettert und wenn der abgeschraubt wird dann würde er auch nie wieder irgendwo sein weil es wird nie gleich sein.

00:08:31: und das ist aber glaube ich des was mich so fasziniert weil Es wird einfach überhaupt nicht langweilig.

00:08:36: also Du kannst nicht in die Halle gehen und die wird langweillig Dann duscht einfach nicht gern Boulderen

00:08:41: Das stimmt.

00:08:42: Und das ist eigentlich ganz spannend, weil es ist ja eine Hallensportart und mich erinnert es auch jetzt total an zum Beispiel Autosportart wie Surfen.

00:08:48: Jede Welle ist anders, also du kannst keine Welle mit der anderen vergleichen und das ist wirklich ganz interessant.

00:08:55: Jetzt bist Du ja amtierende Jugend Europameisterin im Bouldern was schon echt richtig gut ist und ein krasser Erfolg.

00:09:01: nochmal Gratulation an diese Stelle

00:09:03: Dankeschön!

00:09:05: Jetzt sehen natürlich viele die Goldmedaille hier und ich hoffe sie hatten einen sehr dominanten präsenten Platz.

00:09:11: Gibt es aber etwas, was dich fast noch mehr als die Medaille freut hinter diesem Erfolg?

00:09:19: Ja auf jeden Fall.

00:09:20: Also natürlich ich habe die medaille jetzt dahin hängen und die freue mich Aber es ist bestimmt nicht das wo die meisten Athleten oft das hindrenieren.

00:09:28: also vielleicht auch schon aber ich glaube nicht dass das nachhaltig ist.

00:09:32: Ich glaub ihr bin eigentlich ich kann nicht sagen einfach froh bin, dass ich Europameisterin bin.

00:09:38: Sondern es ist eher so das hat sich die ganze Saison angebahnt weil ich war einfach die ganze saison echt würde ich sagen ziemlich dominant und ziemlich gut einfach und bin auch oft über meine Grenzen einfach hinaus geklettert und das war schon richtig cool und deswegen war die Ehr mit meinen Kopf gar nicht so ein großes Ding weil ihr irgendwie schon so viel Selbstbewusstsein über die ganze saison bekommen habt.

00:10:01: und des einzigen wo immer echt viele Gedanken macht war Ich muss es an dem Tag einfach abliefern.

00:10:07: Es hat jetzt schon jeder gewusst, dass ich die Gesamtleitung zum Beispiel in Europa schon gewonnen habe, auch wenn ich gar nicht an den Start gegangen wäre... Und das war aber nicht leichter, weil ich wusste, dass ich unbedingt Europameisterin werden will.

00:10:19: Vor zwei Jahren bin ich ganz knapp dran und bin dann Viz-Europa-Meisterin geworden.

00:10:24: Letztes Jahr habe ich eben nicht so gut mit dem Druck umgehen können und war die ersten zwei Runden voll gut.

00:10:29: In der letzten Runde hat der Kopf nicht so ganz mit mir zusammengespielt.

00:10:32: Deswegen wollte es mich irgendwie schon beweisen, dass sie das einfach kann!

00:10:35: Ich hab so viele Wettkämpfe gehabt – und das war anstrengend – und so viele Runden geklettert, wo ich auch immer als erster Platz rausgegangen bin... Und jetzt haben wir gedacht, ich will das unbedingt bei der EM auch schaffen.

00:10:46: Weil dann kann ich es mir einfach selber beweisen dass sich das alles ausgezahlt hat.

00:10:50: und ja da war ich schon extrem froh.

00:10:52: also ich würde sagen das ist das auf das ihr am meisten zurückblickt und schon auch einfach dass sie mich mit meiner family anzug freut habe.

00:10:59: die haben sich so für mich gefreut.

00:11:00: das war wirklich unglaublich.

00:11:02: Sie haben ja auch gesagt, sie wollen unbedingt ein Party machen und gesagt das passt schon.

00:11:07: Ja voll aber ja ich glaube es ist schon einfach so Mit anderen Athleten, Freunden und auch mit einem Teamkollegen.

00:11:14: Mit mir ins Finale geklettert hat er was auch als erstes ins Final gekletterte ist und wir dadurch immer zusammen auf der Matte waren.

00:11:19: Und so gegenseitig supportet krieg ich die Gänsehaut wenn ihr das denkt weil es einfach so cool ist.

00:11:26: Ich finde es super schön wie emotional du darüber sprichst weil ich glaube deswegen habe ich ja auch diese Frage gestellt dass es manchmal gar nicht die Medaille war sondern eher der Weg der dazu geführt hat und das ist ja auch das ich meine bis siebzehn.

00:11:36: Merkt ihr diesen Weg?

00:11:37: Weil diesem Weg von ihm wirst du wahrscheinlich noch ganz, ganz oft zähren.

00:11:40: oder wenn man mal wieder zweifelt.

00:11:42: Oder sich nicht sicher, ob man auf den richtigen Weg ist auch diese Geduld zu haben, dass irgendwann der Knoten halt auch platzen wird.

00:11:48: Ja voll!

00:11:50: Jetzt habe ich es gerade schon gesagt... Du bist ja noch sehr jung, siebzehn.

00:11:54: Ich vergesse das tatsächlich auch immer einmal wieder.

00:11:57: Aber gerade in diesem Alter bekommt man ja oft gesagt was vernünftig wäre oder etwas andere vielleicht für richtig halten, oder gut für Dich halten.

00:12:09: Was extrem schwierig ist und es darum geht Entscheidungen zu treffen.

00:12:13: Kennst Du dieses Gefühl oder diese Situationen?

00:12:16: Auf jeden Fall!

00:12:18: Also ich würde sagen das ist ein großer Bestandteil meiner letzten Jahre irgendwie Und die glaubt es geht echt vielen Athleten so Manchen ganz anders aber manchen wahrscheinlich auch sehr ähnlich.

00:12:29: Es ist schon Ich habe mit meinen Schwestern darüber geredet, weil ich wieder überfordert war.

00:12:38: Man macht jeden Tag Sport und trotzdem geht man dann wieder in die Schule zum Beispiel und ist dann in Klammer ganz normaler Schüler einfach und Schülerin.

00:12:49: Und trotzdem fühlt sich der restliche Tag gar nicht normal an.

00:12:51: Also man kämpft ungefähr einen Traum den was der Großteil überhaupt nicht verstehen kann Und da würde ich schon auf dir mit auf den Weg geben.

00:13:00: Ja, es ist halt nicht kein stabiler Traum und du weißt ja auch nicht ob du das für immer machen willst.

00:13:05: oder wenn du einmal verletzt bist dann bla bla bla und mach lieber was sicher ist und so.

00:13:12: Ich habe echt lange an das geglaubt bis mir irgendwie klar geworden ist.

00:13:15: Ich will halt eigentlich nicht mit dem Gedanken leben mache lieber etwas nicht und dafür ist es ganz was Sicheres.

00:13:21: also das gibt mir einfach... Das gibt mir gar nichts außer Stress.

00:13:26: Und die haben mich dann schon immer wieder bei so kleinen, vor allem kleinen Entscheidungen für mich entschieden und wo vielleicht auch andere entdeutscht von mir waren, die was mir aber meistens nicht so viel bedeutet haben weil sonst würden sie es verstehen, haben mir einfach für meinen Weg entschieden und entschieden einfach auf mich zu hören was ich wirklich machen will.

00:13:44: Weil meistens weiß man das schon so... zirka und weiß, was sich gar nicht gut anfühlt.

00:13:49: Und habe ich echt oft nicht auf mich gehört und hab dann auch mit den Konsequenzen gelebt – das hat meistens gar nicht gepasst!

00:13:54: Ich würde sagen, da habe ich viel dazugelernt.

00:13:58: Ja, und ich meine, was du gerade angesprochen hast ist ja auch die Gefahr, sich für etwas zu entscheiden, wofür das Herz nicht schlägt.

00:14:07: Und ich glaube, dass hat dich auch ganz gut mitgeleitet immer mal wieder darauf zu hören ok worauf willst du oder worauf hast du wirklich Lust?

00:14:16: Als der Mann hat gesagt, am Anfang gesagt das Klett dann macht dir einfach so viel Freude.

00:14:22: Und ich glaube es ist auch wichtig weil wenn du jetzt überlegst in dreißig Jahren und du hättest es nicht probiert, dann würdest dich immer fragen was wäre wenn?

00:14:28: Was wäre denn?

00:14:29: Und das ist ein sehr unangenehmes Gefühl.

00:14:31: Ja voll!

00:14:33: Und am Ende musst ja da nur die Entscheidung treffen.

00:14:36: So ist es halt.

00:14:37: Es ist dein Leben im besten Fall.

00:14:39: Das ist auch die richtige Entscheidung.

00:14:42: Hinnerst du dich ob's eine Entscheidung gab vor der du wirklich richtig... Angst hat es, weil du nicht wusstest.

00:14:48: Ist das richtig?

00:14:49: Ist das falsch und die Konsequenzen vielleicht auch sehr unangenehm waren?

00:14:53: Ja auf jeden Fall!

00:14:55: Ich glaube es gibt noch fast mehr so kleine Momente an denen ich wahrscheinlich gar nicht mal so gut erinnern kann.

00:15:00: Ich kam ja aber schon an dessen Erinnerung dass ich extrem extrem extrem gerne trainiert habe und extrem ungern in die Schule gegangen bin.

00:15:08: Komisch komisch Weil Bouldern einfach ein bisschen mehr Spaß macht, also in die Schule zu gehen.

00:15:14: Und mir hat natürlich jeder den ich gefragt habe gaten geh einfach in die schule und für mich war das ja das schlimmste was man zu mir sagen hat können gehe einfach in der schule weil für mich hat sich alles eigentlich einfach angefühlt außer einfach in Die schule zu gehen und sich dahin zu setzen und zu lernen.

00:15:29: und wir haben immer sehr bin früher in des sportbau gangen in insburg Und da haben wir immer zweimal die Woche Frühtraining gehabt.

00:15:35: Das war meine Lieblingsdage, weil man da trainieren hat können bis zur Schule gehen und dann wieder trainieren.

00:15:39: Ich habe einfach gemerkt das gibt mir so viel Energie und dann kann ich mich auch viel besser konzentrieren.

00:15:44: Dann bin ich mit der Idee aufkommen in die Amtsschule zu wechseln.

00:15:50: Da war es so zirka glaube ich echt jeder dagegen also jeder!

00:15:53: Es hat sich nicht einmal irgendwer angehört was mein Plan ist.

00:15:56: Jeder hat einfach gesagt Na, geh nicht in die Abendschule.

00:16:00: Und ja war mir so lang durchgesetzt bis meine Mama sogar ein richtiger Fan davon war weil sie einfach gemerkt hat Bordia Koba geht mir so auf die Nerven mit dem Thema.

00:16:08: Ich will einfach dass sich was ändert.

00:16:11: und Ja ich würde sagen das war wahrscheinlich die größte Entscheidung.

00:16:15: Viele Leute denken dann halt Boah die ist sicher voll schlecht in der Schule Weil da gibt es schon so Keine Ahnung, von der Abendstelle hört man leider nicht nur Gutes.

00:16:23: Obwohl das für die echter richtig gute Schule ist und sich Sportbock auch oft was davon abschauen kann.

00:16:29: Und da war mir aber egal, was die anderen von mir denken weil ich mich da entschieden habe dass es mir wichtiger ist was ihr aus meinem Leben mache und nicht was die Anderen aus meinem leben machen oder denken.

00:16:37: Ich würde sagen das war die größte Entscheidung.

00:16:39: ja

00:16:40: Aber schon mal eine richtige

00:16:41: Ja auf jeden Fall.

00:16:43: Was hast du denn daraus gelernt?

00:16:46: Triffst du heute deine Entscheidung oder hat diese Entscheidung einen Einfluss darauf, wie du zukünftige Entscheidungen getroffen hast?

00:16:54: Ja ich glaube schon.

00:16:56: Ich habe generell einfach als Mensch voll viel gelernt weil ich schon in einem Alter, immer da war jetzt noch sehntin, jetzt bin es siebzehn geworden und das ist schon im Alter wo du... Das war

00:17:04: erst letztes Jahr, ich muss nur dazu sagen gesprochen hier bei der Jacoba nicht von einer von der Entscheidung an nur zehn Jahre her.

00:17:13: Wir wissen doch gar

00:17:15: nicht, ob es so gut war.

00:17:19: Ja, einfach... Ich habe schon gelernt, dass mir dann so viel Energie gegeben hat.

00:17:24: Ich kann mich noch genauer erinnern, wo ich zum ersten Mal in die Schule gegangen bin und mir gedacht habe, ich habe keine Ahnung, ob das jetzt funktionieren wird aber ich war so stolz auf mich weil ich einfach das Richtige für mich entschieden hab.

00:17:36: Total höhenrissige Entscheidungen gewesen, die mir das den ganzen Sommer lang überlegt.

00:17:40: Und mit meiner Mama irgendwann auch überlegt und ich würde sagen David als Mensch einfach richtig viel gelernt und ihr habt natürlich auch eine einfach mit Abstand die beste Saison dieses Jahr gehabt.

00:17:52: sehr gern anderen gezeigt, dass das eine gute Entscheidung war.

00:17:55: Ich wollte fragen

00:17:56: wie viele Menschen hast du auf die Nase gerieben?

00:17:59: Das ist Look at me!

00:18:02: Ja ich habe es glaube ich echt nicht so vielen Menschen auf die Nasen gerieben weil ich trotzdem nicht viel über die Schule redet wenn jemand klettern

00:18:09: will.

00:18:09: Ich

00:18:11: bin auch ein bisschen aufgeregt.

00:18:15: Aber es sind echt viele Leute zu hinkommen haben dann so gefragt Wie ist das eigentlich in der Abendschule?

00:18:21: Und wie kann man sich da anmelden und so?

00:18:22: Da haben wir so gedacht, ja.

00:18:25: Das war schon eine coole Idee gewesen.

00:18:27: Für mich vor allem war die Eiste eigentlich Sportlerin, die was das gemacht hat, v.a.

00:18:30: die Klettererin.

00:18:32: Und mein Trainer, dem hat es dann auch ganz gut gefallen.

00:18:37: Ich bin halt an den Weg gegangen, denn was noch nie davor einfach wäre, wenn er so gegangen ist und wo jeder dagegen war... Jetzt, wenn mir wer sagt, dass war schlechte Entscheidung, dann kann ich einfach zurück sagen

00:18:47: Das

00:18:48: war eine gute Entscheidung.

00:18:50: Und das habe ich da vorne gewusst.

00:18:51: und ja, das bin echt stolz!

00:18:53: Da kannst du auch richtig stolz sein.

00:18:55: und was ich immer spannend finde ist also sich die Frage zu stellen gibt es überhaupt die perfekte Entscheidung?

00:19:01: Wie siehst Du das?

00:19:02: Also gibt's perfekten Entscheidungen oder ist das auch etwas, was... Du wusstest das ja vorher nicht, also die perfekten Entscheidungen sind ne gute Entscheidung.

00:19:10: Hilft es beim Entscheidungen treffen, sich zu sagen naja die perfekte Entscheidung gibt's ja vielleicht eh nicht.

00:19:16: Ja voll also ich irgendwie glaub daran dass irgendwie alles immer so werden wird wie sein sollte wenn man halt die richtigen Entscheidungen drischt.

00:19:28: aber ich glaube ihr habt auch extrem viele schlechte Entscheidungen wahrscheinlich schon in meinem Leben getroffen und trotzdem bin ich grundsätzlich eigentlich zufrieden wo jetzt stehe natürlich mit allem grundsätzlich sehr zufrieden.

00:19:40: Und ich glaube, das ist schon das was auch einfach uns Menschen so ein bisschen ausmacht.

00:19:44: und es beruhigt mich auch weil eben wie gesagt habe wird mir schon als Perfektionistin beschreiben und destresst mich schon auch sehr richtige und gute und schlechte Entscheidungen zu treffen.

00:19:56: und wenn wir dann aber wieder zurück erinnern wie keine Ahnung wie viele schlechten Entscheidungen wahrscheinlich die Welt besten getroffen haben uns einfach nicht sagen weil ich sage ja genauso Dann denke ich mal, okay so schlimm kann es wirklich nicht sein.

00:20:08: Das ist eigentlich auch eine sehr cleverer Rangensweise und meistens erinnert man sich ja dann oft gar nicht mehr so wirklich,

00:20:13: vor

00:20:14: allem kleinen schlechten Entscheidungen.

00:20:16: Jetzt hast du uns am Anfang... Ich habe es schonmal im Anfang das Thema Vergleiche angesprochen.

00:20:20: Du hast es auch schon angesprochen, Thema Vergleichen gerade im Leistungssport.

00:20:26: Es macht ja sehr schwer eigene Entscheidungen zu treffen bei den ganzen Möglichkeiten die man heutzutage hat sich zu vergleichen Und im Leistungssport vergleicht man sie ständig.

00:20:35: Es ist ja auch klar, ich meine mal würde ein Wettkampf gemessen, in der letzten Endes auch irgendwo eine Art von Vergleich aber nicht nur bei Wettkämpfen sondern natürlich auch im Training.

00:20:44: Kennst du solche Gedanken?

00:20:46: Ja, trainiere sie mehr, bin stark genug, das Thema Gewicht.

00:20:49: Sollte ich das auch so machen und wie gehst Du mit diesen Gedanken um?

00:20:53: Also finde ich sehr gute Frage.

00:20:55: weil kenne ich auf jeden Fall und da bin ich glaube wirklich nicht alleine und es wird aber glaube echt viel zu wenig darüber geredet weil man immer davon ausgeht, dass man mit irgendwas alleine ist und dann redet man darüber und weiß, da hat man das überhaupt nicht damit alleine.

00:21:10: Und jedem geht's gleich!

00:21:12: Ich glaube es ist generell schon in meinem Alter, vor allem als Mädchen auch krass dieses ganze Vergleichen um mit Social Media und so wie ihr es mal eh immer hört... Und ich habe mir, würde ich schon sagen extrem viel verglichen unterbewusst vor allem Auch im guten Sinne auch inspirieren lassen und so und das tue ja auch immer noch und die tun mich auch immer vergleichen ob das gut ist oder schlecht ist.

00:21:34: Manchmal ist sicher nicht immer schlecht, aber es ist halt... Ihr habt schon gemerkt, manchmal bin ich ins KI gegangen und hab mir gedacht, oder keine Ahnung zum Beispiel mit meinen rosa roten Haare.

00:21:44: Ich habe mir das so lange überlegt und wenn ihr jetzt aber daran denkt was ich mir dabei überlegt habe, war eigentlich nur was die anderen von mir halten?

00:21:51: Und dann habe ich mich dafür entschieden und ich habe so viele Komplimente bekommen und hätte mir jeder gesagt dass es scheiße ausschaut Ich habe es trotzdem cool gefunden.

00:21:58: Ich habe ein Video angeschaut und mir gedacht, ich schaue so cool aus!

00:22:03: Das war echt eine schwierige Entscheidung, weil mir da vorhin schon viele Leute gesagt haben, na du bist so schöne blonde Haare macht das nicht?

00:22:10: Und die haben aber auch keine Ahnung wer ich eigentlich bin.

00:22:12: und ihr habt ja oft keine Ahnungen.

00:22:14: Aber wie soll ich denn wissen wenn ich es nicht ausprobier?

00:22:17: So ist er mit einem vergleichen.

00:22:18: Ich kann halt auch nicht... Ich hab einfach gelernt, ich kann nicht wer anderer sein.

00:22:22: Also ich hatte echt viele Athleten geben, wo mir gedacht habe wenn die älter bin dann will ich genauso klettern wie sie.

00:22:27: Dann will ich genau so ausschauen, genauso erfolgreich sein und das stresst halt einen Extrem.

00:22:32: aber dann wenn man auf die Leute... Wenn mich wer richtig inspiriert, dann ist es eigentlich des was mir inspiriert dass die Person so richtig sich selber ist.

00:22:42: Und da hab' ich schon auch einfach ...durch meine Schwester, glaube ich, viel gelernt.

00:22:45: Weil die echt ihren eigenen Weg geht und... Auch Leistungssportlerinnen

00:22:48: erst jetzt mal?

00:22:49: Ja genau!

00:22:50: Und einfach echt auch einen krassen Weg geht.

00:22:52: Und gute und schlechte Zeiten hat.

00:22:54: aber die fühlt ja einfach ehrlich für mich an.

00:22:57: Ist natürlich auch meine Schweste und ich sehe alle Seiten.

00:23:00: Aber ich weiß dass es sich auch Mühe gibt nicht wer anderer zu sein.

00:23:03: Sie arbeitet jeden Tag daran sie selber zu sein.

00:23:06: Das hat mich so motiviert Lieber herauszufinden wer ich bin und nicht zu wissen wer alle anderen sind Weil das bringt man gar nichts.

00:23:14: Es bringt ja gar nix.

00:23:15: und du hast es gerade angesprochen, Vergleichen kostet unheimlich viel Energie.

00:23:18: Und ich fand es ganz spannend wie du reflektiert hast und gemerkt hast Okay jetzt hast die Haare pink und dir kreuz und vorher hast du da eigentlich nur Gedanken darüber gemacht Was andere über dich denken, was andere finden?

00:23:28: Ja Man spricht da ja eine Sportpsychologie auch von sogenannten Energieräubern und ich glaube Vergleich ist so einer der alle aller allerschlimmsten Energieröber.

00:23:36: Jetzt sind natürlich nicht einfach Social Media.

00:23:39: vorher schon klagt bist auch du aktiv Ich bin auch aktiv.

00:23:43: Wir können es auch nicht wegdenken und das hat auch definitiv seinen Benefit und seine Vorteile.

00:23:48: Man muss nur

00:23:49: lernen, glaube ich gut damit umzugehen weil ansonsten wird man eigentlich permanent umgegen mit scheinbar perfekten Menschen, perfekte Athleten.

00:23:58: Wie?

00:23:58: Und wann hast du's geschafft?

00:24:00: also was hat dir dabei geholfen?

00:24:02: Du hast jetzt gerade schon beschrieben das Beispiel pinke Haare mehr bei dir zu bleiben.

00:24:08: deine Schwester waren Vorbild.

00:24:09: aber was war noch so Punkte die dir geholfen haben, zu sagen nee ich bleibe jetzt einfach mehr bei dem was ich will.

00:24:16: Also ich glaube ich kann da schon aus so einem privilegierten also Punkt reden weil ich natürlich auch irgendwie bestimmte Ergebnisse habe die was mir gezeigt haben den Weg der IG das dass es da richtige ist sowie mein Verhalt hat gewisse Konsequenzen und bis jetzt waren es echt sehr viele positive.

00:24:35: Ich weiß nicht wie das ist wenn jetzt zum Beispiel mein Traum gar nicht verwirklichen kann und dass man klettern gar nicht läuft, ob ihr dann irgendwie an das glauben könnt was ich wirklich machen will.

00:24:43: Aber jetzt so in der Position wo ich bin kann ich sagen es war einfach dieses... Ich habe auf die Ergebnisse schauen können, haben mir gedacht An dem Tag war ich gut weil Und es war immer weil ich selber war Es war immer Weil ich so geklettert bin, weil ich mich nicht vorwiegend anderen verunsichern hab lassen weil ich mir nicht gedacht habe, die schaut heute richtig fit aus und auf den anderen schaut.

00:25:04: Das sind ja immer diese kleinen Details, die dann echt viel ausmachen.

00:25:07: Und da kann ich das so krass unterscheiden wenn ihr auf die Videos oder wie auch einfach lächeln und so schaue dass das so einen Riesenunterschied macht, wenn man mich selber konzentriert und es macht halt dann ein Riesen-Unterschied in der Ergebnis.

00:25:23: Ein Riesen Unterschied beim nächsten Bewerb bin an Riesen unterschied wie jeden Tag trainiere und so.

00:25:29: Und das sind eben, wie gesagt dann diese kleinen Entscheidungen die dann oft so ein größeres Bild machen.

00:25:34: aber ja also das würde ich sagen ist das krasseste woran ich es gemerkt habe.

00:25:40: Du hast vorher auch angesprochen was ich schön fand.

00:25:42: Es macht einen zufriedener und das ist ja immer ganz interessant.

00:25:47: Die drei Säulen der Sportpsychologie haben klar Leistungsoptimierung Also ist natürlich irgendwann mal so der Deckmantel.

00:25:54: Und dann gibt es aber natürlich noch die Besönlichkeitsentwicklung und Gesundheitserhaltung.

00:25:58: In meiner Arbeit ist es mir auch ultra wichtig, dass ich weiß den Menschen mit denen ich zusammen arbeite gehts erst mal gut.

00:26:04: Dann höre ich ganz auf das Thema Wohlfühl, Oase und Pipapo.

00:26:08: Aber darum geht's gar nicht.

00:26:09: wenn jemand zufrieden isst und dazu gehört zum Beispiel auch Dass man authentisch seinen eigenen Weg gehen kann und nicht nach rechts oder links schaut ist man zufriedener.

00:26:18: Das war jetzt bei dir ja auch in dem letzten halben Jahr einfach ein super schönes Beispiel.

00:26:25: Da wird sich auch noch, du bist noch jung.

00:26:32: Es gibt verschiedene Lebensphasen.

00:26:34: Wichtig ist natürlich die Anpassungsfähigkeit aber dass man zufrieden ist und darauf aufbaut dann eben auch die Leistung kommt.

00:26:43: Ein Zimmer von den Entscheidungen kommen wir so langsam in Richtung wirklich einen eigenen Weg finden und ich arbeite sehr gerne mit dem Bild Herr Kober, du bist Regisseurin deines eigenen Lebenspunkt.

00:26:57: Du drehst den Film und schreibst das Drehbuch.

00:26:59: Jeder muss seinen eigenen Weg definieren, gehen und umsetzen.

00:27:04: Gab es bei dir einen Punkt an dem

00:27:07: du

00:27:08: mal gemerkt hast, jetzt gehe ich irgendwie... Das ist nicht mehr so wirklich mein Weg!

00:27:12: Ich muss jetzt irgendwas ändern weil das fühlt sich nicht authentisch an.

00:27:16: Vielleicht gab's da irgendeinen Schlüsselmoment oder eine Phase?

00:27:21: Ich würde gar nicht sagen, dass es irgendwie einen Moment gibt.

00:27:25: Sondern... Es verschwimmt natürlich immer mit diesem Werbinni.

00:27:29: Ich weiß gar nicht wer ich bin und so.

00:27:31: Weil dadurch, dass ich nicht weiß, was ich für Entscheidungen treffen will und weiß ja auch nicht, was das Richtige ist oder was das Falsche kommt wieder da zurück.

00:27:40: aber...

00:27:42: Jetzt philosophisch?

00:27:43: Ja!

00:27:45: Und das bei sechs und dreißig Grad hier, in der Podcastbox.

00:27:49: Wir schütteln unsere T-Shirts, weil die langsam kleben.

00:27:53: Sauerstoffleck!

00:27:54: Wir halten es durch.

00:27:57: Aber ich glaube, es ist schon ganz lange ein Trainer.

00:28:03: Der weiß ja auch nur wer ich bin und wie ihm das jeden Tag zeigt.

00:28:08: Ich glaube wir haben mich oft versucht zu verstellen ... Wenn ich ein anderer Athletin bin, dann bin ich besser.

00:28:14: Zum Beispiel wenn ich überhaupt keinen Bock habe und trotzdem klettern gehe.

00:28:19: Da hab' ich die ganze Zeit gedacht das ist bestimmt das Richtige.

00:28:22: Bis ihr irgendwann gemerkt habt es bringt gar nichts bei mir.

00:28:24: Vielleicht bringt's beim anderen was und das sind die wichtigsten Trainings.

00:28:28: aber mir ist einfach dann gar nicht gut gegangen und mir ist es dann trotzdem wichtiger wie es mir geht anstatt dass ich voll kacke Training hab und hauptsache über Training gemacht.

00:28:37: Und ich glaube da habe ich oft falsche Entscheidungen getroffen.

00:28:41: Keine Ahnung zu lange trainiert und bin dann immer direkt krank geworden.

00:28:45: Also zum Beispiel, ich bin vor letzten Winter also nicht der was jetzt war sondern der davor da bin ich glaube ich sechsmal krank gewesen, also sechs Wochen lang Und dieses Jahr war kein einziges mal krank weil ich einfach habe einfach mehr auf mich selber gehört und dadurch irgendwie auch sagen können okay Was ist jetzt das Richtige?

00:29:06: Aber ich glaube, ihr mich schon echt sehr oft verstellt einfach früher.

00:29:09: Weil ihr irgendwie nicht gewusst habt was der perfekte Athlet ist.

00:29:12: aber der wollte halt sein in der perfekt der Athlet und ich würde sagen Ich bin überhaupt kein perfekter Athlet.

00:29:17: Also es gibt wirklich nach jedem Trainingssache wo immer denkt Hättest du die Dame jetzt haben grüßen oder hättest da weniger gemacht?

00:29:24: Oder hattest mal mehr auf deinen Trainer gehört dir vorgenommen, dass du auf deine Haut schauen willst weil du bald ein Wettkampf hast und das ist ja auch ein wichtiges Thema.

00:29:33: Und hast aber gar nicht geschaut?

00:29:34: Also die

00:29:35: Fingerhaut für die Zuhörerinnen die mit Klettern nicht so auf viel sind.

00:29:40: also Jakoba meint ihre Finger das ist ein ganz wichtiges thema.

00:29:43: Ja genau und einfach keine Ahnung.

00:29:45: halt so unkonzentriert war oder so und da wie mal früher immer vollen Stress gemacht haben wir dann eben aufgeschrieben okay ich will so rein starten gefüllt, keine Ahnung, zwölf Stunden aufwärmen.

00:29:55: Dann will ich zwölfs Stunden trainieren und dann zwölft Stunden schlafen so gefüllt.

00:29:59: So wird es einem ja auch immer gepredigt man muss alles perfekt machen.

00:30:01: Ich will ihn perfekt ernähren und so.

00:30:04: Und da wir dann aber gleich merken, das bringt gar nichts und habe einfach ein bisschen wieder mehr mal eigenes Ding gemacht.

00:30:10: Das hat nicht nur funktioniert im Sinne von der vollgute Ergebnisse sondern es macht halt auch voll Spaß.

00:30:15: also Es macht auch manchmal Spaß einfach irgendwas nicht zu hundert Prozent perfekt machen und sich dann nicht denken Ich bin keine Ahnung, so schlechter Athlet.

00:30:24: Weil ich glaube das ist meine Stärke vielleicht und wenn die mir das die ganze Zeit einredet dass es meine Stärke ist auf mich selber zu hören dann wird es auch funktionieren glaub ich.

00:30:34: Ja du sprichst einen ganz wichtigen Punkt an diesen nicht perfekt sein zulassen oder?

00:30:39: Und du bist ja schon ein Stück weit eine Perfektionistin Es zu lernen, weil das Problem ist ja was ist denn perfekt.

00:30:46: Also da ist ja keine Grenze nach oben.

00:30:49: Das heißt es verschiebt sich immer wieder, immer wieder.

00:30:50: Das heisst eigentlich ein Booster für Frustration.

00:30:56: Ja, Koba!

00:30:59: Was würdest du denn... also es ist ja eh Wahnsinn.

00:31:01: Du sitzt hier und sprichst eigentlich wie Mitte zwanzig muss ich auch mal sagen.

00:31:08: Wärmt wir beide hier dahin schmelzen bei Gefühl vierzig Grad.

00:31:13: Was würdest du, einer

00:31:15: jungen

00:31:16: Frau oder junger Mann?

00:31:17: Ist ja auch egal.

00:31:18: Raten die ständig

00:31:19: Angst

00:31:20: haben eigene Entscheidungen zu treffen und deshalb lieber anderen die Entscheidungen überlässt das machen ja dann junge Menschen vor allem ganz gerne weil man natürlich dadurch auch Verantwortung abgibt.

00:31:31: aber was passiert?

00:31:33: man verlässt doch seinen eigenen Weg.

00:31:36: Ich glaube also für mich ist es voll eine schwere Frage weil seit ich klein bin mir immer die Leute zack haben Ja, Kuba ist so, keine Ahnung, extrovertiert und das so talentiert.

00:31:46: Und das so... Keine Ahnung.

00:31:47: Oft haben wir auch zum Beispiel Lehrer gesagt, Koba ist schon frech und so.

00:31:51: Deswegen bin ich gar nicht so aufwachsen mit jemanden trifft meine Entscheidungen.

00:31:56: Sondern meistens habe ich selber einfach immer das Bedürfnis gehabt, meine Entscheidenden zu treffen.

00:32:01: Ich bin schon immer ein bisschen mitten im Leben gestanden und hab schon ... Ich war einfach ein bisschen frecher manchmal.

00:32:08: Und keine Ahnung.

00:32:09: als Beispiel, ich habe mir z.B.

00:32:10: bis sie zehn war wie ein Junge gekleidet, glaube ich schon.

00:32:13: Auch um zu zeigen so... Ich bin schon eben der Regisseur von meinem eigenen Leben.

00:32:20: Deswegen kann mich nicht so gut in so Personen hineinversetzen.

00:32:24: aber ich glaube was sie mitgeben würde ist auch wenn man selber schlechte Entscheidungen trifft das sind immer noch die besseren Entscheidungen wie wenn jemand anderer vielleicht nicht so schlechte Entscheidungen trifft Aber es fühlt sich dann glaube ich trotzdem nicht richtig an.

00:32:39: also mir bei mir am sicher schon öfter Leute richtige Entscheidungen getroffen.

00:32:44: Aber man kann nichts lernen, wenn man selber keine Fehler macht und die ganze Zeit irgendwie nur den anderen zu gefallen ist echt etwas was man.

00:32:52: da muss man glaube ich echt darauf achten dass man das nicht macht weil ich glaube das holt einen dann irgendwann ein und irgendwann merkt man so okay das fehlt so wenig auf mich selber geschaut und dass man auch einfach Man kann kein Ideal hinterherlaufen, man kann auch keinen, keine Ahnung nicht seinem ersten Freund hinterher laufen.

00:33:10: Man kann jetzt seine Mama und sein Papa hinterherlaufen... ...man kann gar nix hinter herlaufen!

00:33:14: Das einzige was man machen kann ist auf sich selber schauen und schauen wo man sich mit selbst umgeben will.

00:33:22: Und ich glaube da muss man einfach wirklich lernen dass es okay ist das man das nicht weiß.. ..und dass man daran arbeitet und dass man das halt vielleicht irgendwann mal herausfindet.

00:33:30: aber ich glaube es ist immer noch schöner ein ganzes Leben des Versuchen zu wissen, weil so ganz wird man es vielleicht eh nie wissen.

00:33:36: Das ist eigentlich die Kayanekt!

00:33:40: Aber ja ich glaube einfach auch sich selber schauen und einfach das Leben ein bisschen genießen, ein bisschen chillen und ein bisschen irgendwas machen manchmal und nicht so... Ich denke mal immer am Ende des Tages ist es eh alles egal, aber ganz ehrlich Einfach alle bis sie rückter kommen.

00:33:58: Die Kaija nickt nur noch, weil es sprachlos ist von einer so reifen und schönen Antwort und der sich glaube ich viele in die Scheibe abschneiden können.

00:34:09: Ich glaub' ich weiß das ja auch nicht immer so einfach war Und das ist jetzt auch nicht von heute auf morgen passiert sondern Das war auch ein Prozess Was?

00:34:17: Und wer hat dir dabei geholfen diese Punkte zu lernen?

00:34:25: Ich glaube am meisten, das ist eine schwierige Frage.

00:34:29: Ich glaube meine Vergangenheit wahrscheinlich, das klingt so als wäre jetzt so ein achtzigjähriger weiße Frau, bin ich überhaupt nicht.

00:34:36: Also pinke Haare?

00:34:37: Ja eben!

00:34:38: Das sagt schon alles.

00:34:41: Aber ich glaube schon so Sachen mit denen ich mich vielleicht beschäftigt habe, obwohl ich sie gar nicht wollte zum Beispiel der DEMA-Familie war für mich immer Thema was es nicht leicht war, was ja auch einfach zugegeben, weil es einfach ein Teil von meinem Leben ist.

00:34:55: Und dadurch habe ich aber auch extrem viel gelernt, also extrem viel lernt wie man sich selber verlieren kann.

00:35:01: Wie man aber auch sich selbst wieder finden kann und wieviel es einem Energie raubt etwas im Leben zu haben was einen richtig krass belastet.

00:35:11: Das hat sich dann verändert in den Jahren und ich fühle mich einfach als hätte ich so viel Energie und das so wieder wertschätzt.

00:35:19: Ich glaube ich selber habe mir extrem viel damit geholfen ehrlich gesagt Zeitlang wahrscheinlich gar nicht, bis ich irgendwann zu einem Punkt war, wo ich mir gedacht habe, wow, mir geht es echt nicht gut.

00:35:27: Ich muss mit meiner Mama reden und dann hab' ich mit meiner Mamma geredet.

00:35:30: Und dann hat sich das alles irgendwie so ein bisschen eingefädelt, dass sie mehr über meine Gefühle geredert haben um meine Emotionen und was mich so einfach so passiert ist früher und dass in vielen Situationen war, wohin ihr zahlen wollt.

00:35:42: Und habt ihr's schon versucht?

00:35:45: Mit dem, was ihr habt, das aufzuarbeiten irgendwie... Hab dann auch eigene Psychologen gehabt, hab die Kajah als Sportpsychologe bekommen.

00:35:55: Habe viel gejournelt und schon darüber reden.

00:35:59: Oft finde ich so dieses Rätmal mit dem drüber, das war für mich immer voll schwierig weil man dacht hat da muss man gleich eine Lösung finden und so.

00:36:07: aber oft ist es einfach nur irgendwas zu sagen und danach fünf Minuten seine Meinung wieder zu ändern ist okay wenn man seine Meinung ändert.

00:36:18: Ich habe bei vielen Sachen nach einem halben Jahr ganz andere Meinung, aber einfach so dieses... keine Ahnung das weniger Druck auf allem lastet.

00:36:27: Dass man viele Sachen ausspricht und dass man mit vielen Sachen ehrlich ist und auch ehrlich zugibt, dass man nicht perfekt ist.

00:36:34: Ich bin schon oft als Kind darauf angesprochen worden wie erfolgreich ich schon als Kind war, wie sportlich ich war Und wie gut in allen Sportarten war, dass ich keine Ahnung, man kann mir hübsch finden und so.

00:36:45: Ich habe immer Bestätigung bekommen.

00:36:47: Und trotzdem habe ich mich oft gar nicht so gefühlt... ...und es war aber dann trotzdem immer wenn ich das dann mitbekommen hab, dann hat sich irgendwas gar nicht richtig angefühlt.

00:36:56: also diese Bestätigungen.

00:36:58: Das ist natürlich schon auch die Frage okay warum mache ich dann Leistungssport?

00:37:01: In meiner Suche in gewissen Weise wahrscheinlich auch nach Bestätigen.

00:37:05: Aber es hat mir glaube ich schon geholfen einfach davon abzukommen Perfekt zu sein und mit vielen Sachen habe ich einfach dann nicht gelogen, aber jetzt einfach nicht zugeben dass sie nicht perfekt bin.

00:37:16: Also ich hab da nichts gesagt.

00:37:18: zum Beispiel, weil ich dachte, ich will am liebsten das.

00:37:20: jeder denkt, dass sie perfekt sind.

00:37:22: Aber also das denkt ja sowieso niemand

00:37:24: Und das erzeugt natürlich auch einen immensen Druck gerade intern.

00:37:28: Also, dass das Bild aufrecht zu erhalten, perfekt zu sein sei es äußerlich, sei es durch Leistung und dadurch ja irgendwo Anerkennungen, Liebe, Zugereichkeit wie auch immer zu bekommen – das ist natürlich extrem anstrengend.

00:37:39: Ja!

00:37:39: Und zu sagen, ja nee... also imperfekt ist eigentlich….

00:37:43: Wie sagt man?

00:37:43: Da gibt's doch eh so'n imperfektes New Perfect oder sowas.

00:37:48: Da gehört dann so eine Frage, kling ding fünf Euro ins Frasenschein.

00:37:52: Sorgt natürlich schon noch für ein bisschen Erleichterung und ich fand jetzt ganz wichtig, was du erzählt hast.

00:37:58: Einfach anfangen mit irgendwie darüber zu sprechen das ist auch erstmal egal.

00:38:02: soll natürlich schon jemand sein wo man sich wohlfühlt und sich dann vielleicht zum Netzwerk aufbauen einfach so einen Netzwerk an verschiedenen sehr nahen nahestehenden Personen vielleicht auch nur auch ein paar Experten um einfach ein gutes Gerüst zu haben und zu wissen, okay da kann ich mich drauf verlassen.

00:38:18: Das sind meine Ansprechpartner.

00:38:20: Da kann ich mir darauf verlassen und wenn mal wieder zwanzig Meinungen reinschäppern, kann man das mit ein paar Leuten vielleicht durchdiskutieren und dann seine eigene Meinung auf Basis.

00:38:30: Ja voll.

00:38:31: Vor allem oft ist ja auch so dass man einfach, wenn man alles so in sich rein frisst, dass man dann einfach sogar fördert es mit allem und gar nicht einmal klar denken kann und auch einfach in anderen Situationen im Leben dann gar nicht mehr klar denken können wo's null um... gewisse Themen gibt, er geht.

00:38:46: Aber es hat so viel Druck rausgenommen.

00:38:50: Es war schon immer Wettkämpfe gemacht und da ist schon immer viel Druck auf mir gelastet von mir selber.

00:38:57: Also ich habe extrem viele Erwartungen von mir gehabt.

00:39:00: Ich kann mich nur genauer erinnern wo ich zum Beispiel im Sportunterricht die beste war und mir aber nicht gedacht hab cool dass ich so gut bin im Sport sondern mir gedacht Das bin ich, also ich habe mir einfach damit identifiziert dass ich halt die Beste bin und das ist ja... Also wenn ich das ausspricht dann denken wir mal wirklich peinlich aber das haben wir wirklich gedacht.

00:39:20: Und irgendwie hab ich das aber auch nicht so ausgesprochen sondern ich war dann halt nur extrem in Deutschland weil ich nicht die Bste war.

00:39:26: Und das hat sich schon verändert weil wenn man das dann so ausspürcht dann merkt man erstmal wie unnötig manke Sachen sind was man sich denkt was man von sich selber erwartet.

00:39:37: Ich war von mir selber, dass ich aufwach und so ausgeschlafen ausschaue.

00:39:43: Und dann rede mit meiner Schwester, aber die schaut gar nicht ausgeschrafen aus!

00:39:46: Das interessiert mich aber gar nicht.

00:39:49: Warum macht man sich selbst immer so einen krassen Druck?

00:39:51: Wenn es mir bei dem anderen ganz egal ist.

00:39:55: Wirklich von Herzen egal.

00:39:57: Das frage ich ja oft.

00:39:58: Die Frage habe ich dir auch schon gestellt.

00:40:00: Was würdest du in deiner Schwester raten?

00:40:02: oder der an der besten Freundin.

00:40:03: Plötzlich ist man viel milder und weniger hart als mit sich selbst.

00:40:07: Ja, deswegen sagt man ja auch so keine Ahnung.

00:40:09: Man soll sich behandeln wie die beste Freundin.

00:40:13: das habe ich schon probiert.

00:40:14: Das funktioniert sehr oft noch nicht aber bin halt einfach nicht perfekt.

00:40:19: Das ist halt einfach nie perfekt!

00:40:20: Und es ist ja alles ein Lernprozess.

00:40:22: Und man muss ja dazu sagen manchmal diese Disziplin und Strengen hat dich schon voll dahingebracht wo du jetzt bist.

00:40:29: Es ist ja auch ein Anteil Der auch zu dir gehört und der aber ja auch für gewisse Bereiche

00:40:35: förderlich ist.

00:40:35: Ja, voll.

00:40:36: Wie würdest du sagen so Thema eigener Weg gehen?

00:40:42: Und du bist dabei!

00:40:43: Ich glaube, du bist auf einem sehr, sehr guten Weg.

00:40:45: Dein eigenen Weg zu gehen hast da schon echt riesen Meilensteine, sag ich jetzt mal erreicht, die letzten Monate vor allem... Wie wirkt sich das auf Training- und Wettkampf aus?

00:40:56: Also dieses Naja dann bin nicht perfekt oder...?

00:40:58: Wie du es aus deiner Klasse erzählt hast, wie ist das wenn du nicht die Beste bist?

00:41:05: Ja also ungewohnt.

00:41:07: Es war immer ungewöhnt irgendwie.

00:41:12: Ich weiß nicht... ich kann gerade gar nicht so richtig antworten weil das oft einfach immer noch so totale Überforderungen in meinen Kopf auslöst.

00:41:21: aber ich glaube ich habe gemerkt eben schon Auch an meinen Ergebnissen, dass eigener Weg gehen richtig gut ist.

00:41:29: Und zum Beispiel habe ich gemerkt bei so kleinen Dingen wie... Ich war immer früher extrem kreativ und hab aber auch oft einfach so irgendwas gemalt und hab halt oft irgendwas gebracht und war einfach so busy random würde ich mal sagen.

00:41:42: Und das habe ich mir einfach so versucht abzugewöhnen und jetzt habe ich mich das wieder versucht anzugewöhnend, um zu auffallen wie viel Energie mir das gibt.

00:41:49: Das war dann einfach so.

00:41:51: ich selber Ich kann mich noch erinnern, da war ich dann im Trainingslager in Aukon und habe die Erzeichnung hergezeigt.

00:41:59: Und die haben sich blöde wirklich gedacht, dass sie geistest gerade bin.

00:42:03: Ich hab halt irgendwas gewaltt und mir jetzt aber so gedauert.

00:42:06: Ich habe es so witzig gefunden!

00:42:07: Und sowas mache ich eigentlich jeden Tag... ...und ich habe halt schon mehr auch oft auf Social Media so gedacht, boah, ich will so sein wie Dähe und wie Dähne oder bin hier gar nicht meinen eigenen Weg gegangen weil das sieht man nicht.

00:42:18: ja, mach jeden Tag irgendwas was random ist und so.

00:42:22: Und mir keine Ahnung, mir ist dann einfach so auffallen wenn man darauf schaut wie sich das auswirkt und mit wie viel Energie man in jeden Tag reingeht und wieder ins Bett geht, dann merkt man schon dass ich das don't irgendwie.

00:42:37: Ich weiß ja auch nicht was mein Weg ist aber... Es macht halt extrem Spaß, das jeden Tag so bis sie zu suchen.

00:42:43: Oder nicht suchen aber eher zu finden halt.

00:42:46: Ja, suchen ist ja auch okay.

00:42:47: Also suchen is ja auch ein Zustand irgendwie und ich glaube man sagt ja man ist da halt auf der Suche und bemüht sich Und geht dann ins Bett mit weniger Diskrepanz also Diskrepans zwischen Das was ich fühl was ich möchte und das muss ich tun und umso mehr sich das deckt

00:43:03: Ich fühle und auch

00:43:04: ich tue es auch Umso beruhigter kann man abends auch ins Bett gehen.

00:43:08: Das

00:43:09: ist natürlich

00:43:10: ein Prozess und ich finde es eigentlich ganz gut auf der Suche zu sein, das ist doch ein super Matto!

00:43:14: Ja voll, ich denke mal auch oft wenn mir Leute fragen, bist du zufrieden?

00:43:17: Dann denken wir so... Keine Ahnung, ich würde mich jetzt nicht als Zufrieden beschreiben aber ich würde mir als glücklich beschreiben.

00:43:23: Aber ich glaube, ich will gar nicht unbedingt oder es kommt darauf an wie man das Wort Zufrien definiert.

00:43:28: Du hast vor allem Eingangs hast du sogar gesagt, du bist eigentlich ganz zufriedenzündig.

00:43:32: Ich bin zufriedend

00:43:33: mit meinem Weg.

00:43:36: Beschreibung, weil eher was ist Glück.

00:43:38: Aber zufrieden sein ist irgendwie mal so.

00:43:40: es ist gerade okay.

00:43:41: Ja voll.

00:43:42: Also Bonn, je bald immer das Gefühl Zufrieden ist so dieses Es kann alles so bleiben wie es ist und es ist schön grad wie's ist.

00:43:50: aber es war auch echt langweilig wenns einfach für immer so bleiben würde Und dann wäre halt alles weniger wertig.

00:43:57: gut und die schlechten Zeiten.

00:44:00: Aber ich bin einfach zufrieden, was sie für ein Weg gehen und dass sie einfach meinen eigenen Weg gehen.

00:44:04: Ich bin so stolz auf das, dass ich mich dafür entschieden habe, was zu machen, wo viele Leute vielleicht dagegen sind, wo die sagen, mach halt mal was gescheites oder die Träume, die du da verfolgst ist ja also was willst du?

00:44:19: Und ich kann mir nur erinnern, wo ich dabei zähne.

00:44:21: und da hat von einem Teamkollegen die Mama so gesagt Nur diese eine Person wird schaffen, ihr alle werdet es sowieso nie schaffen.

00:44:29: Das ist ja nett.

00:44:29: Ja voll!

00:44:30: Also haben wir richtig Freude wenn ich das gehört habe und da bin ich dann zu meiner Mama gegangen und hab mit ihr geredet und sie waren halt so na, wie glaubt man die Jakobar?

00:44:40: Und du wirst einfach den Weg gehen der was für dich der richtige Weg ist und dabei immer extreme Unterstützung auch von meinen Eltern bekommen.

00:44:49: Aber mir macht es so Spaß, meinen eigenen Weg zu gehen.

00:44:53: Ich denke jeden Tag an das und denke mal ich bin so dankbar dass ich was habe wo ich irgendwie auch den Weg gehen kann.

00:44:58: Dass ich nicht auf der Suche bei bestimmten Sachen aber nicht... also ich weiß ja nicht wie mein Weg ausschauen wird aber ich weiß schon in was für Richtung er geht Und das gibt mir extrem viel Halt was für andere vielleicht gar nicht halt anfühlt.

00:45:13: Aber wenn ihr jetzt einfach nur normal brav in die Schule gehen würde alles einserschreiben würde Studieren würde, Jura oder so.

00:45:20: Das wird mir gar keinen Halt geben.

00:45:22: Ich wäre nur gestresst und alle würden denken, boah das ist die perfekte Schülerin.

00:45:26: aber für mich wird sich das einfach ganz falsch und gar nicht nachhalt anfühlen sondern einfach nur nach purer Überforderung.

00:45:33: Ich glaube Jura wird mich tatsächlich auch überfordern allerdings wirklich auch Bolan überfordert.

00:45:38: Wir fassen zusammen du bist auf einer zufriedenen Suche nach einem guten Weg.

00:45:43: Der richtige Weg ist wissen wir ja auch noch nicht!

00:45:46: Aber trotzdem gehört da definitiv auch eine Portion Mut.

00:45:49: Und das ist so ein bisschen unser letzter Themenblock, sage ich jetzt mal weil um Entscheidungen zu treffen sich weniger zu vergleichen und den eigenen Weg zu gehen braucht es viel Mut.

00:46:02: Das gerade im Leistungssport.

00:46:05: Viele wünschen sich natürlich auch den Mut diese Dinge zu tun.

00:46:09: was bedeutet für dich mut

00:46:14: also In Klettern?

00:46:17: generell würde ich sagen Resolo.

00:46:20: Ja, wahrscheinlich ist das schon auch sehr mutig aber ich glaube einfach so ein bisschen manchmal auch einfach bis sie auf das nicht immer auf das zu achten was alles passieren kann sondern auch einfach so vertrauen dass schon das Richtige passieren wird.

00:46:37: Manchmal vielleicht hat es auch etwas Bissi was mit einer Naivität zu tun ... positive Naivität vielleicht.

00:46:43: Optimismus?

00:46:44: Ja, genau!

00:46:45: Sie werden schon alles gut

00:46:46: gehen.

00:46:46: Das

00:46:48: ist ein ganz toller Wert für mich.

00:46:50: Einfach... ich weiß nicht.

00:46:52: Ich glaube das wird schon noch so ein bisschen eine Lebenseinstellung.

00:46:55: Ich bin mutig, das zu machen und ich bin mutigt, dass zu machen.

00:46:58: Und einfach man hat ja eh voll oft Angst, aber auch voll oft vor irgendwas Angst.

00:47:03: Also wir würden es nicht sagen, ich habe Angst gehabt den Podcast aufzunehmen.

00:47:07: Da war jetzt nicht mutig.

00:47:08: Immer schon so gedacht, hoffentlich sage ich nicht irgendwas und so.

00:47:12: Das hat sie aber gut überspielt.

00:47:14: Aber

00:47:15: danke schön!

00:47:16: Aber ja einfach so... Ich weiß es nicht.

00:47:21: Ich kann gar nicht so richtig beschreiben.

00:47:24: Ich glaube das ist mein Lieblingswort mit dem ich eigentlich so durchs Leben gehen will und oft nicht mache.

00:47:29: Aber ich glaube sehr so ein Lebensmotto Das ist wie so eine Manifestation, ich bin mutig.

00:47:35: Ich kann mir jeden Tag eindrehen und verlasse mich darauf, dass dann meistens die richtigen Entscheidungen sind.

00:47:43: Ja?

00:47:44: Dass ihr schönes Leben habt.

00:47:46: Das hast du schon beschrieben und manchmal ist Mut auch ein viel zu hochgetragene Begriff.

00:47:53: Es ist super wichtig aber Mut fängt ja da an und das ist für jeden etwas anderes.

00:47:57: einfach mal die Komfortzone zu verlassen.

00:48:00: Und das kann für jeden was anderes sein, ja.

00:48:02: Für manche Trinoline-Chunkies ist es halt irgendwie eine Hundert Meter Wende hoch zu klettern.

00:48:10: Für andere ist es ein Bewerbungsgespräch oder in der Schule, in Referat halten oder so.

00:48:16: Oder im Podcast machen.

00:48:17: Also ich glaube Mut ... Ich finde es sind total schöne Begriffe weil es gibt unheimlich viele Facetten von Mut.

00:48:25: Ja, voll.

00:48:25: Es bedeutet nur einfach ab und zu die Komfortzone zu verlassen?

00:48:29: Das ist bisschen hinausgedrückt.

00:48:30: Ich

00:48:30: glaube wenn man das jeden Tag hier und da mal versucht wächst man auch daran.

00:48:35: Man erfährt oft... ich kann ja sogar die Komforzone verlassen.

00:48:39: noch nicht beschreibt es ganz gern Wenn man die Komfortzone verlässt, dann kommt man ja nicht gleich in die Danger Zone.

00:48:44: Also wo wirklich was passiert ist schwer wie eine Konsequenz.

00:48:47: Man kommt

00:48:47: nur in die heiße Zone weil jetzt ist gerade ziemlich heiß!

00:48:50: In der heißen

00:48:50: Zone sind wir und die Lernzone also die Entwicklungszone.

00:48:55: das heißt wir haben heute die Komforzone eines kühlen Podcastraums verlassen.

00:49:00: ihr lernen daraus nimm nie wieder bei thirty-six Grad ein Innsbruckpodcast auf das Schmein Learning.

00:49:08: Okay, wir kommen zur letzten Frage.

00:49:10: Dass wir

00:49:10: uns

00:49:11: irgendein Kühlgetränk oder Eis gönnen können?

00:49:15: Ja, Coba was würdest du dir wünschen?

00:49:17: Was zuhör erinnern aus dieser Folge nehmen, was dir vielleicht geholfen hat.

00:49:26: Vielleicht gibt es drei Punkte wo du sagst okay das sind so drei Punkte.

00:49:30: Das wäre irgendwie total schön wenn jemand im Podcast hört dass er diese drei Punkte mitnimmt

00:49:42: Bitte macht wirklich das, was dir Spaß macht.

00:49:44: Weil ich glaube es ist wirklich das was am meisten dann im Leben Spaß macht und was vielleicht das Wichtigste ist dass so etwas hascht was dir wirklich Spaß macht Das es okay ist, dass man auch manchmal nicht perfekt ist Dass es sehr ok sogar und ziemlich cool eigentlich ist auch dazu zu geben dass es dass man nicht perfekt is und dass man aber trotzdem im gleichen Sinne auch einfach versucht an sich selber zu arbeiten, sich selbst zu finden.

00:50:10: Und einfach auf seinen Weg vertrauen und irgendwie... ich weiß nicht als Ziel zu haben so erspannen das Leben zu haben, glaube ich.

00:50:20: Ich glaube, das würde ich sagen ist mein größtes Ziel, dass ihr erspannendes Leben habt was lebenswert ist, was vielleicht andere inspirieren kann, vielleicht?

00:50:27: Aber

00:50:28: am Ende ist mir ja trotzdem der Regisseur von seinem eigenen Leben.

00:50:34: Ich glaube, dass man sich dem einfach auch sehr bewusst sein sollte irgendwie.

00:50:37: Und das ist am Ende vielleicht doch nur auf das Ankommen weil am Ende denkt man doch alle am Allermeistern und selber irgendwie.

00:50:44: Das würde ich sagen

00:50:45: wie ein Punkt.

00:50:47: Sehr schön!

00:50:48: Ich glaube es ist ein total schönes Motto-Regisseur oder in deinem Fall natürlich Regisseurin des eigenen Lebens zu sein und man darauf zurückblicken kann dass man Dinge ausprobiert hat Dass man irgendwie zufrieden war und nicht das Gefühl hat, dass mal ganz viel verpasst hat.

00:51:03: Ja, ich glaube wir gehen jetzt an die frische Luft und ich bedanke mich bei allen Zuhörern, dass ihr heute wieder beim Sport im Kopf dabei wart.

00:51:12: Ich freue mich natürlich immer über Feedback- und Anregungen.

00:51:16: Die E-Mail Adresse findet Ihr in den Schaumutz!

00:51:18: Und natürlich noch mehr wenn du das nächste Mal wieder zuhörst.

00:51:21: Wenn es euch gefallen hat hinterlasst mir sehr gerne ein kleines Sternchen damit auch andere dem Podcast schneller finden.

00:51:27: Liebe Jakoba vielen herzlichen Dank fürs Gespräch.

00:51:30: Danke schön

00:51:31: viel Erfolg und vor allem Spaß und Mut für die restliche Saison, die ja noch eine Weile geht.

00:51:36: Dankeschön an euch auch!

00:51:38: Tschüss!

00:51:39: Ciao.

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