#68 Mala Grohs: Ich will Verantwortung, keine Sonderrolle

Shownotes

Mala ist Profi-Fußballtorhüterin. Sie ist seit 2019 beim FCB München wo sie bereits 4 Deutsche Meistertitel sammeln und einmal Pokalsieger wurde. 2025 holten sie das Double. Nur der Champions League Titel fehlt noch – Fingers crossed für das anstehende Halbfinale 2026. Aber für Mala zählen nicht nur Titel – sie hat auch ein Leben neben dem Fußball und studiert Maschinenbau – sie will gerne immer alles erklären können. Naturwissenschaftlerin halt. Auch Schicksalsschläge kennt sie – 2024 bekam sie die Diagnose eines bösartigen Tumors. Konnte aber nach erfolgreicher Behandlung Januar 2025 ins Mannschaftstraining zurückkehren. Sie ist Torhüterin - will aber keine Sonderrolle, sondern Verantwortung. Auch darüber sprechen wir heute. Was bedeutet es das „Tor im Rücken zu haben?“ Ein Gefühl, dass sich viele Feldspielerinnen auch nicht vorstellen können. Fehlertoleranz gleich null. Wie wichtig ist es On-Off-Strategien für den Fokus zu haben, wenn man im Tor steht? Außerdem Erläutern wir die Vor- und Nachteile von Erklärungen und dem Verlassen auf die Intuition und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Mala ist sehr analytisch – Emotionen ein Bereich, den sie erst für sich zu nutzen entdeckte. Zum Beispiel Wut, die einen schneller machen kann. Für Mala bedeutet Verantwortung auch Zuhören und Wahrnehmen. Außerdem beschreibt Mala wie sie ihre Krebsdiagnose prägte und sie am Ende mehr Balance und Selbstvertrauen entwickeln konnte. Danke liebe Mala für deine Zeit in so einer heißen Wettkampfphase, deine offenen Worte und deine lockere und authentische Art. Ich drücke dir fest die Daumen, dass es endlich auch mit dem Championsleague Titel klappt.

Für Fragen, Anregungen und Feedback erreicht ihr mich unter sportimkopf.podcast@gmail.com. Über Bewertungen & Feedback freue ich mich sehr, da es mir hilft den Podcast immer zu verbessern.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei Sport im Kopf.

00:00:10: Schön, dass du heute wieder oder auch zum ersten Mal zuhörst!

00:00:13: Meine heutige Gäste treffe ich an ihrem Arbeitsplatz, wir sind am Campus des FC Bayern München.

00:00:24: hier arbeitet sie sozusagen seit.

00:00:29: Gemeinsam mit den Frauen des FC Bayern München konnte sie bereits vier deutsche Meistertitel sammeln.

00:00:34: Wurde einmal pro Kalsiger, zwanzig-fünfundzwanzig holten sie sogar das Double – nur der Champions League Titel fehlt noch!

00:00:41: Für Sie zählen aber nicht nur Titel.

00:00:43: Sie hat auch ein Leben neben dem Fußball.

00:00:45: Sie studiert zum Beispiel Maschinenbau.

00:00:47: Sie will gerne immer alles erklären können….

00:00:50: Ich würde sie fast sogar als Naturwissenschaftlerin betiteln.

00:00:53: Aber auch Schicksalsschläge kennt sie.

00:00:55: twenty-vierundzwanzig bekamen sie die Diagnose eines bösartigen Tumors, konnte aber nach erfolgreicher Behandlung zwanzigfünfundzwanziger in Mannschaftstraining schon wieder zurückkehrenn.

00:01:05: Sie ist Torhüterin will aber keine Sonderrolle sondern Verantwortung!

00:01:10: Auch darüber sprechen wir heute.

00:01:11: In diesem Sinne Servus und herzlich willkommen Malakros.

00:01:15: Danke schön, danke für die Einladung

00:01:18: sehr gerne.

00:01:20: Malades Intro habe ich irgendwas Vergessen?

00:01:22: gibt's was zu korrigieren?

00:01:23: Nee, hat sich gut angefangen.

00:01:25: Mit dem Champions League Titel war ich mir tatsächlich nicht ganz sicher!

00:01:28: Ich musste fast nochmal nachschauen ob das wirklich stimmt und dass ihr noch keinen habt.

00:01:32: Ne, es stimmt ein Finale haben wir auch noch nicht erreicht also steht noch aus.

00:01:36: Steht noch aus.

00:01:37: wer weiß

00:01:39: Noch siehts gut aus.

00:01:40: Noch sieht's gut aus genau aber ich glaube jetzt klopfen wir dreimal auf den Tisch wie man das ja so machen sollte.

00:01:46: Ja schön dass du dir Zeit genommen hast.

00:01:48: Wie geht´s dir?

00:01:48: Ähm...ja

00:01:50: Mir geht's gut Ich mag die Frage gern.

00:01:58: Und zwar habe ich mich ein bisschen damit beschäftigt, als ich nämlich krank war und freue mich seitdem immer das ich sein kann, mir geht es gut wenn ich gesund bin aber auch sonst...

00:02:09: Ohne dass ist eine Floss gelöst?

00:02:10: Ja genau!

00:02:11: Dann doch irgendwie so diese Bedeutung vielleicht nochmal gewonnen.

00:02:18: wenn man so ... vorbei genommen.

00:02:19: Wie geht's?

00:02:20: Ja, man weiß gar nicht was man sagen soll.

00:02:22: Genau!

00:02:22: Und ob die Person es wissen

00:02:23: will.

00:02:23: Genau und ich kann jetzt eigentlich sagen, was ich will.

00:02:26: Ich kann auch noch nicht sagen ja eigentlich nicht so gut weil die Person hat gar keine Zeit dann darauf einzugehen und dann wird super awkward total.

00:02:33: also sagt man wie sagt beim Bam Bust Show das ist da passt.

00:02:36: Bust show.

00:02:37: Ne genau da war nämlich andersherum so dass sich während der Erkrankung bei mich Leute gefragt haben irgendwie immer das Gefühl hatte oh jetzt muss ich eigentlich sagen mir gehts schlecht.

00:02:47: Die schlimme Krankheit hat mich aber natürlich gar nicht jeden Tag so schlecht gefühlt.

00:02:51: Und dadurch bin ich da so reingekommen, ja.

00:02:53: Das

00:02:54: finde ich aber ein super schöner Einstieg hatte ich jetzt auch noch nie so dass man darauf mal angibt wie ernst ist die Frage gemeint und was sich eigentlich auch ganz wichtig findet.

00:03:03: und damit arbeite ich tatsächlich schon öfters um sich selbst die frage manchmal zu stellen das macht man nämlich auch viel zu wenig.

00:03:11: also habe ich keine weiße beste Ahnung.

00:03:13: oder wenn es sich ab und zu die fragestell okay wie geht's mir gerade wirklich?

00:03:16: Stimmt Wir sind ja heute am Campus, sitzen hier gerade über eurem Platz.

00:03:25: Im Stadion, da unten spielt ihr her!

00:03:28: Wie sieht so ein Malertag aus oder so eine Malerwoche?

00:03:31: Also wie viel Zeit verbringst du

00:03:32: hier?!

00:03:33: Oh, gute Frage, schon natürlich viel... Ich bekomme morgens hierhin.

00:03:42: in der Regel gibt es einen freien Tag nach jedem Spiel wenn sich das einrichten lässt.

00:03:49: Manchmal sind die Wochen auch zu eng, aber da wird schon drauf geachtet.

00:03:53: Und das heißt in der normalen Woche einen freien Tag und ansonsten sind wir hier jeden Tag.

00:03:59: Aber der Weg fällt mir glaube ich schon jeden Tag leicht irgendwie.

00:04:04: Ich bin gern hier, fahre gerne durchs Tor, freue mich ein Teil davon zu sein.

00:04:08: Dann geht's zum Training, Video-Analyse Kraftraum!

00:04:12: Ich bin meistens länger hier oder eine der Letzten, die noch da ist weil Meine Ruhe hab auch im Gym.

00:04:22: Macht es dann entspannend, wenn vielleicht einige schon beim Mittagessen sind in Behandlung.

00:04:29: Anstattet denn der Tag von einer Profifußballerin?

00:04:33: Ich würd sagen mit dem Frühstück

00:04:37: hier oder noch zu Hause?

00:04:39: Noch zuhause gehört aber dann doch irgendwie dazu ist sehr wichtig und hier starten wir so gegen ja unterschiedlich zwischen neun und zehn.

00:04:48: Also sehr entspannend, sehr privilegiert wenn man sich da was früher aufsteht.

00:04:52: Wenn ich mich nur

00:04:53: zum Grinsen ankele.

00:04:55: Na ja gut.

00:04:56: allerdings, wenn man es natürlich sehr professionell sehen würde macht jetzt wahrscheinlich auch nicht jähriger aber Frühstück sollte er dann auch nicht um acht oder dreißig stattfinden sondern muss er daheim auch maler Schluck vor mir haben ertappt.

00:05:10: Sollte ja rein theoretisch dann auch ein Stück weit vorher stattfinden das heißt der Wecker wird er wahrscheinlich auch, ah ich sage jetzt mal sieben.

00:05:17: Also ich hab da so ein bisschen so einen Mittelweg gefunden über die Zeit, weil ich merke dass ich schon Schlaf brauche auch und im besten Fall neun Stunden.

00:05:31: Ich habe vom Lerntyp eher der späte Typ.

00:05:34: Das passt leider nicht so gut zusammen immer.

00:05:37: das heißt ich versuch das zu gucken wie es dann gut passt und dadurch stehe ich nicht vor Achtung auf, sonst komme ich nicht auf die Zeit.

00:05:46: Du wohnst auch wahrscheinlich gar nicht

00:05:48: mehr.

00:05:48: Ich wohne ganz in der Nähe, da gibt es direkt das Frühstück.

00:05:52: Genau mein Verdammtes Tim ist gut trainiert!

00:05:54: Und dann ist ja auch so wie es in der Sportpsychologie am meisten ist und man muss ja auch immer individuell schauen.

00:06:00: Man

00:06:00: muss auch dazu sagen dass wir halt wenn ich jetzt sage wir fangen hier um neun oder dreißig mit Videoanalyse an, weil es ist Videoanalyse, dann gehen wir langsam in den Kraftraum machen unsere Vorbereitung Und dann meistens

00:06:15: so eine Stunde oder eins, zwanzig Training circa?

00:06:19: Ja.

00:06:20: Eher tatsächlich eher kurz und kompakt also jetzt nicht irgendwie drei Stunden.

00:06:24: Ich glaube das wird nicht gehen.

00:06:27: Maler ich starte ja meinen Podcast meistens damit dass sich die Gäste darum bitte sich selbst privat in drei Worten zu beschreiben und im Beruf als Athletin.

00:06:39: Man unterscheidet sich es auch gar nicht.

00:06:41: wie ist es bei dir?

00:06:42: Wie ist die Mala privat?

00:06:44: Tochterin.

00:06:45: Also bei mir würde ich sagen unterscheidet sich es auf jeden Fall, also weil der Beruf einfach wirklich ein Teil von mir ist, ein großer und wichtiger, der an dem mir natürlich viel liegt aber ja einfach ein Teil der Persönlichkeit.

00:07:05: Genau beruflich habe ich darüber nachgedacht bin zu dem Schluss gekommen dass ich sehr analytisch bin

00:07:13: Die Naturwissenschaftler?

00:07:14: Genau, das stimmt auf jeden Fall.

00:07:17: Also ja so ein Denkartyp.

00:07:19: Ich könnte mich stundenlang über meine Positionstaktik, über meine einzelnen Techniken, über die Team-Taktik und über die Themenchemie... ich kann da alles analysieren, stundenlange drüber reden.

00:07:33: Das auf jeden fall.

00:07:35: Trainerin in Spädern auch noch oder?

00:07:38: Ich hab einen Trainer scheinen mal gucken!

00:07:40: Ja je nachdem Ob ich noch Lust auf Fußball hinterherb?

00:07:45: Ja, dann glaube ich bin ich ein Ausdauernder Typ.

00:07:51: Ich liebe es zu arbeiten an allen Dingen in den verschiedenen Bereichen und da bin ich auch perfektionistisch.

00:08:02: aber ich glaube ich habe mir einfach viel schon viel Wissen darüber angeeignet wie so Training funktionieren weiß.

00:08:09: das ist nicht immer alles passen muss sondern eher dieses.

00:08:13: Ich versuche eher besonders gut zu arbeiten und nicht besonders Fehler anzuarbeiten.

00:08:18: Ganz spannend, ich hake ganz kurz einen letzten Folgen mit Profi Maxi Kassner, der beim ERC spielt.

00:08:26: Ging es darum was braucht zum Profi zu werden?

00:08:29: Das ist eine der wichtigsten Punkte die er meinte waren die Arbeitsbereitschaft zu haben.

00:08:33: Ja

00:08:34: doch dann würde ich mitgehen genau.

00:08:37: Ja habe ich drei Sachen

00:08:39: Man glaub ich sogar vier oder?

00:08:41: Genau.

00:08:41: Also analytisch, also durchhaltevermögen oder ausdauernd Arbeitsbereitschaft und perfektionistisch.

00:08:51: Wahrscheinlich hört man das von vielen Sportlern nämlich an.

00:08:54: Ja ja es ist tatsächlich sehr analytische Beschreibungen.

00:09:00: Ja privat.

00:09:02: Privat bin ich sehr spontan immer Offen für alles, Lust auf viele Dinge.

00:09:13: Die drumherum passieren und ja einfach so mein enges Umfeld sehr wichtig ob das jetzt Freundinnen-Freunde meine Familie ist.

00:09:28: Ja.

00:09:30: Ein Wort.

00:09:31: Familienmensch kann man sagen.

00:09:32: Ja genau.

00:09:33: Offen,

00:09:34: familienmensch und spontan.

00:09:35: Sehr schön!

00:09:38: Du bist ja ursprünglich aus Münster und jetzt seit sieben Jahren beim FC Bayern, war das ein Kindheitstraum hierher zu kommen?

00:09:48: Oder dann eher so Schufälle.

00:09:50: Also ich meine ich habe lange nach Wuchs Fußball gearbeitet und FC Bayern München ist natürlich schon bei vielen... Ich hab da mal gesagt naja das ist jetzt eher eine Vision wir setzen uns jetzt nochmal andere Ziele aber die Kleinen oder Jungen also so keinen Sinn hier auch gar nicht mehr mit der U-sechzehn, U-Sebzehn und Neunzehn aber da sind natürlich schon der FC Bayern so das Ding.

00:10:08: Wie war das bei dir?

00:10:10: FC Bayern-Metzwäsche?

00:10:11: Nein, gab es nicht.

00:10:14: Und ich glaube auch weil meine Eltern das nicht mitgemacht hätten so unbedingt.

00:10:18: Ich war oder war in der Schule schon Bayern-Fan, weil dass die Kinder um mich herum irgendwie auf waren.

00:10:27: aber für mich habe lange nicht gedacht oder nicht erwartet, dass sich Profifußballerin werde Und deswegen ging mein Kindheitstraum oder meine Vision eher dahin, dass ich unbedingt in München studieren wollte.

00:10:49: Ich hatte schon immer, wenn ich darüber nachgedacht habe wo ich nach der Schule hingehen könnte im Kopf... Da muss auch ein Fußballverein sein!

00:10:55: Aber es war irgendwie so und München war halt mit der Uni und dem Verein einfach so'n super Mix.

00:11:03: Ach du studierst?

00:11:04: Auch an der Uni

00:11:05: gar nicht

00:11:06: Fernstudium Maschinenbau an der TUM.

00:11:10: Okay, alles klar!

00:11:11: Also alle die sich ein bisschen damit auskennen wissen das ist jetzt auch kein Kinderspaziergang.

00:11:18: Wie wartest du mit deiner Position?

00:11:21: Das ist ja schon immer so.

00:11:23: irgendwie sagt man... speziell und ist der Typ, typos Torhüter-Torhütern zuerst da oder entwickelt man sich dann zu.

00:11:31: Das ist ja auch mal so ein bisschen eine spezielle Gruppe im Team, die Torhütter-Teuterinnen.

00:11:36: Da hast du die Position angestrebt?

00:11:38: Oder warst du halt einfach so wie es oft ist größer als alle anderen Stellenmanns Tor?

00:11:47: Ja das war ein bisschen so hin und her.

00:11:49: tatsächlich war das irgendwo meine Eintrittskarte, weil ich nämlich in der Mannschaft von meinem Bruder angefangen habe und die haben Torwart gesucht.

00:11:56: Und somit hab' ich gesagt, ich kann das machen!

00:11:59: So hat mich dann gefreut dass ich auch mit auf dem Platz stehen darf, weil am Wochenende immer dabei war, daneben gespielt hab'.

00:12:06: Ich glaube, da hat man gesehen, dass sich das gut kann... Wenn

00:12:10: wir Jungs auf einen treschen, ist es natürlich schon auch.

00:12:14: Ja genau und was ich konnte, was so ein Ding war zu der Zeit noch, ich glaub U-neun oder so, ich konnte so einen Hochschuss Hochschuss haben wir das genannt.

00:12:22: Es konnten nicht alle, also aus der Hand hochwerfen und dann schießen.

00:12:28: Genau.

00:12:28: Und dann haben wir bei meinem Bruder nicht tatsächlich die Rollen getauscht, ein bisschen erst ins Tor gegangen... ...und ich habe auf dem Feld gespielt und ja durch die Altersklassen hab' ich bei den Mädels gespielt.. ..und da hatten wir eine coole Mannschaft.

00:12:43: Da war ich dann auch im Tor, weil das da nicht so richtig wer anders machen wollte.

00:12:46: Aber ich habe jede Gelegenheit genutzt zu wechseln.

00:12:49: wenn wir in der Zeit irgendwie gefühlt haben, da hab' ich solange nachgefallen bis ich endlich aufs Feld durfte und auch in den Auswahlmannschaften ein bisschen beides gemacht.

00:12:59: Ich glaube es war dann doch irgendwo klar dass ich einen Talent für die Position hab und dass sich besser kann als die anderen Position.

00:13:10: Mit der U-Fünfzehn war ich dann nur noch im Tor.

00:13:13: Aber... Ja, ich glaube man musste sich dann entscheiden.

00:13:16: Das haben so ein bisschen die Auswahltrainer für mich gemacht weil ich wirklich... Also ich muss da am Anfang echt so'n bisschen lernen damit umzugehen Weil ich das schon Respekt vor hatte und auch irgendwie... ja also es war jetzt mir nicht so... Es ist nicht so natürlich gekommen dass ich da so angstfrei stehe Und das alles so mich überall reinwerfe und so.

00:13:38: aber das ist nicht sowas kommt nicht so natürlich bei mir.

00:13:42: Das ist ja schon noch eine gewisse Sonderrolle, die man da so hat und haben kann.

00:13:48: Jetzt gibt es die Persönlichkeitstypen, die das auch lieben.

00:13:51: So ein Sondervolle, anderes Trikot.

00:13:55: Man steht schon sehr im Mittelpunkt.

00:13:57: Fehler werden wir auch nicht schnell verziehen.

00:14:01: Wie war das bei dir?

00:14:02: Fühlst du dich wohl in so Sonderrollen?

00:14:05: Ich fand's schrecklich!

00:14:07: Das war ja nicht zu sagen.

00:14:09: Also gerade so, ich fand eigentlich immer die Feldspieler-Trikots cooler und irgendwie hat man da dazugehört in unser Aus- und wie die anderen Und ich wollte das jetzt gar nicht so diesen anderen Job irgendwie.

00:14:25: Torfer Training an sich habe mir schon immer Spaß gemacht Aber manchmal war es auch im Training ein bisschen langweilig und irgendwie häufig auch ein bisschen doof.

00:14:36: Also meistens ist so Mannschaftstraining eher nicht für Torhüterinnen dann gemacht, dass die da viel Spaß dran haben.

00:14:43: Und ja also somit ich wollte es nicht aber hat das dann irgendwann angenommen würde ich sagen

00:14:56: was sind denn jetzt gerade auf deiner Position im Bezug auf mentale Herausforderungen?

00:15:03: So

00:15:04: die größten würdest du sagen

00:15:10: Ja, also ich glaube dass viele sich nicht vorstellen können mit diesem Tor im Rücken Fußball zu spielen.

00:15:19: Also das ist einfach was anderes wenn jetzt ein Ball bei mir geblockt wird ob der in Seiten ausgeht oder ob es möglicherweise ein riesen Ding ist und ich glaube ja mit dieser Art von Fehler Toleranz zu spielen Das Schwierigste und auch das, wo man sich nicht so richtig reinversetzen kann.

00:15:46: Und dann kommt natürlich auch dazu dass man von früh an auch Fokus auf viele andere Dinge legen musste.

00:15:54: jetzt Mittlerweile sind viele Toilterinnen und Toilters richtig gute Fußballer.

00:15:58: Aber

00:15:59: ich wollte gerade sagen, die Ausbildung der moderne Toilte Toilderin können ja auch Kicken.

00:16:03: Absolut!

00:16:03: Aber irgendwo sind wir trotzdem nicht gewohnt in Zweikampf zu führen mit Körperkontakt also was ganz Komisches, was man selten hat.

00:16:12: Und du lebst halt einfach mit diesem Du darfst keine Fehler machen oder du wirst daran gemessen ob du Fehler machst oder nicht.

00:16:20: Da kann man noch so viel vorher sagen mit Ja aber probier doch etwas aus Ein Fehler ist nicht schlimm und einfach das funktioniert, also es wird nicht.

00:16:28: Ja die Fehlertoleranz geht ja fast gegen Null.

00:16:31: Das ist ja auch wieder anders wie bei Stürmern.

00:16:35: Also klar der trifft daneben dann trifft er halt daneben aber man sagt halt selten deswegen hat man das Spiel verloren weil kein Tor gemacht wurde so.

00:16:48: Ich finde eigentlich dass also das Frustrierendste daran ... wird für mich sagen, ich komme mit Fehlern gut zurecht.

00:16:55: Wenn ich es muss!

00:16:56: Das heißt im Spiel, da weiß ich, dass ich das muss abgehackt sein.

00:17:00: Im Training manchmal schwieriger sogar, finde ich.

00:17:04: Da fehlt mir so ein bisschen dieser Zwang dazu... Aber was halt so nervig ist, ist die gleiche Situation entweder nie wiederkommt oder vielleicht in einem halben Jahr oder was.

00:17:16: also man selbst immer sich hinterher die Videos anschaut und schaut wie man den Fehleren verbessern könnte bis das nochmal kommt und man das besser machen kann.

00:17:24: Also, dass dauert!

00:17:26: Das ist ja auch die Reproduzierbarkeit von den Situationen extrem schwierig.

00:17:30: also man kann ja...das macht man ja im Training viel simulieren und reproduzieren aber in echt es ist ja noch mal ganz anders wie's is' auch.

00:17:39: also das bewege ich mir ganz oft in meiner Arbeit jetzt auf der Position oder dann eben auch mit ähnlichen Sportdaten.

00:17:47: Es ist ja ein krasses Offent-On Ich sage jetzt mal Minuten, dann gar nichts zu tun.

00:17:53: Ja

00:17:53: stimmt!

00:17:54: So was machst du in der Zeit?

00:17:55: Wo sind deine Gedanken?

00:17:58: Guckst du dir die Fanplakate an?

00:17:59: und also hoffentlich wahrscheinlich nicht.

00:18:01: aber es ist ja wirklich so ein On-Point ne?

00:18:05: Hundert über hundertprozentige Konzentration Fokus ganz schnell da sein und das ist ja ein ganz extremes Umschalten auch vom Nerfesystem her.

00:18:13: Total würde ich sagen arbeite ich auch immer noch dran.

00:18:15: Also es ist jetzt nicht dass ich da schon genau rausgefunden habe wie's läuft oder so Aber ich versuche mich wirklich raus, also du sagst es so nicht in die Zuschauer gucken ja doch.

00:18:26: Also wenn der Ball raus ist irgendwo dann einfach mal kurz irgendwie Blick schweifen lassen, einmal abmelden gedanklich und dann wieder neu starten.

00:18:35: Ich brauche das schon weil ich kann nicht meinen Blick da neunzig Minuten auf den Ball gehäfte haben.

00:18:40: Das geht nicht!

00:18:41: Dann verliert man halt diesen Moment.

00:18:45: Es ist total anstrengend gerade so die ersten gespielt habe und so die ersten Spiele am Stück hintereinander kamen.

00:18:54: Boah, ich war also K.O.

00:18:56: nachher... Ich hatte Kopfweh!

00:18:58: Also so dachte ich bin noch gar nicht gelaufen.

00:19:00: was ist hier los?

00:19:01: aber einfach diese ganze Anspannung, die das ganze Spiel über bleibt.

00:19:07: Die ist einfach ja ermüdend.

00:19:09: Gleichzeitig merke ich wie ich die Extremen brauche.

00:19:12: Also glaube ich gewinne mich schneller an Dinge.

00:19:16: Was gut ist, dass ich jetzt nicht vorher zitternd jedes Mal wieder dastehe vor so einem Spiel.

00:19:20: Das soll ja auch sein aber gleichzeitig merke ich wie diese Spannung mich besser macht.

00:19:25: Es ist ja auch die Nervosität, die man... Ich finde es ganz schön das mir dir auch willkommen heißt und du brauchst dir auch ein Stück weit.

00:19:31: Ich

00:19:31: liebe das auch!

00:19:32: Ich sage auch immer als mich nervös Gott sei Dank.

00:19:36: Weil ich quasi viel härter dafür arbeiten muss wenn das nicht kommt um mich auf das Level zu bringen.

00:19:46: Ja, es ist schon also ganz viel mit sich selber sprechen in dem Moment im Spiel.

00:19:55: Also aktiv ablenken und blick auch mal so nicht, dass das nicht so fokussiert ist Irgendwohin, wo man nicht genau schaut und dann aber wieder schärfer werden.

00:20:04: So wie diese

00:20:05: Säcke gibt es doch dieses Spiel des magische Auge.

00:20:07: Kennst du das?

00:20:09: Das sind so ganz wilde Musterbilder.

00:20:11: Es ist eigentlich

00:20:12: kein Spiel.

00:20:13: Genau!

00:20:13: Das

00:20:14: finde ich erst manchmal ganz spannend.

00:20:15: Jeder der das kennt, wie man so das Auge scharfstellen kann, hilft manchmal als Bild um den Fokuspunkt zu finden.

00:20:25: Das ist irgendwie ganz interessant für dich.

00:20:30: Wir hatten ja, wir haben vorher abhaben mal telefoniert und da ist mir insbesondere einen Satz hängen geblieben.

00:20:36: Ich meinte es zu suchen, das war glaube ich nur so ein Nebensatz.

00:20:39: Man kann halt eben nicht alles erklären.

00:20:40: Und dann im Nachhinein dachte ich mir und der ist von einer Naturwissenschaftlerin irgendwie komisch weil das für mich zum Beispiel extrem schwer in einem Studium eine Psychologie wo man ja immer sagt naja man kann halt nicht alles Erklären und ich fand es immer so so man muss die Dinge doch aber erklären können damit mir das auch jemand glaubt oder damit ich's auch verstehe und dann verändern Kann.

00:21:02: und ich habe dann gedacht okay ist das was?

00:21:04: was ihr eher schwer fällt oder leicht fällt, keine Erklärung zu finden.

00:21:10: Ob es in manchen Situationen auch von Vorteil ist das dann zu akzeptieren und in welchen Situationern aber eher nervt?

00:21:17: Also mir helfen Erklärungen extrem gerade wenn's um so kognitive Dinge gilt aber auch mehr den psychologischen Bereich.

00:21:33: Es ist das typische Phänomen, glaub ich.

00:21:34: Man denkt ja mal, man muss alleine mit diesen Gedanken... Ist meine Worte überhaupt gar nicht!

00:21:39: Geht eigentlich allen so und dann finde ich das schon immer hilfreich und das nimmt mir meistens schon viel Druck in bestimmten, wenn man so in so Gedankenstodel kommt oder was auch immer.

00:21:50: Deswegen da Erklärungen sind da super Auf dem Platz.

00:21:55: natürlich auch Ich könnte stundenlang darüber diskutieren was man wann in welcher Situation macht damit man irgendwie immer die perfekte Chance hat, ihn beizuhalten oder was auch immer.

00:22:05: Aber ja das ist das wo ich halt so ein bisschen grad dran arbeite.

00:22:13: Der Kopf ist wahrscheinlich noch ein bisschen schneller wenn die Sachen unbewusst passieren und dass da die Kontrolle... Also manchmal mache ich etwas und es ist total gut und dann habe ich irgendwie gar nicht extra gemacht.

00:22:27: Dann kann ich's vielleicht gar nicht nochmal.

00:22:30: Ja

00:22:30: war glaube ich gar nicht stimmt!

00:22:32: Nein.

00:22:33: Und das, was du ansprichst... Also es ist ja so, wir erklären halt Dinge gerne weil Erklärungen geben den Menschen Sicherheit und gerade im Leistungssport oder dann wenn man vor zig tausendem Verleuten spielt hat man schon gern die Sicherheit dass man auch weiß was man tun muss um nicht irgendwas zu tun dass dann alle sehen wo man bewertet wird und vielleicht dann auch noch ein wichtiges Spiel verliert.

00:22:57: Und deswegen haben wir gerne Erklärungen.

00:22:59: Es gibt uns einfach Sicherheit, ist auf der anderen Seite auch ein wichtiges Tool mit dem man arbeiten kann wenn man in der Handlungsorientierung bleibt und das ist aber jetzt glaube ich auch wieder in deiner Position ja auch nicht immer so ganz einfach weil du bist ja nicht immer nur handlungsfähig.

00:23:15: also es ist eine sehr reaktive Position wo erklären viel zu lange dauert

00:23:21: Ja

00:23:21: Also wenn du anfängst zu denken dann hast eigentlich schon verloren

00:23:27: Absolut, also man kann... Also genau.

00:23:30: Ich muss ja darauf reagieren was die Leute vor mir machen wie alle reagieren und kann dann vielleicht manchmal noch Dinge sehen.

00:23:38: Antizipieren?

00:23:38: Genau das ist wieder...

00:23:40: Genau!

00:23:40: Und es ist eigentlich auch schon unterbewusst passiert.

00:23:43: Man kann das glaube ich üben aber so dieses... Das am Ende dass man's da doch irgendwie loslassen muss und sich daran vertrauen muss, dass man die Dinge schon schafft, das finde ich schwer.

00:23:54: Das ist definitiv nicht einfach Wie du es beschrieben hast, sobald wir zum Denken anfangen werden wir zu langsam.

00:24:01: Das heißt eigentlich sollte alles der Begriff Flow kennen natürlich alle im Flow oder in den Automatismen sein damit die Dinge schnell ablaufen.

00:24:13: Wie ist das?

00:24:15: Wie ist es mit Emotionen?

00:24:18: Wir haben ja hoffentlich alle Emotonen gute schlechte und so weiter.

00:24:23: Alle dürfen da sein sind ja letztendlich die Sprache unseres Innenlebens nach außen.

00:24:32: Sie sagen sehr viel aus über unsere Bedürfnisse, was wir in dem Moment wie wir uns vielleicht verhalten können sollen wollen.

00:24:39: Sprich kurz das Gefühl von Angst ist hier so eine Art von Wahnsinnal, was uns ja auch irgendwie verhalten lässt.

00:24:47: Gehst du viel nach deinen Emotionen oder ist es etwas wo du darauf achtest und womit du auch arbeitest?

00:24:56: Ich glaube... Ich versuch das schon sehr zu kontrollieren in beide Richtungen.

00:25:10: Man hat natürlich, wenn man jung ist und Torvatern wird zum Beispiel verschiedenste Leute Torvertrainerinnen die da mit einem arbeiten und die auch nicht alle irgendwo so viel also auch noch eine psychologische Ausbildung haben Passieren halt viele Floskeln auch, die man dann so aufzudenken nach dem Fehler abhaken und solche Dinge.

00:25:33: Und ich wollte das dann ja rumherum unbedingt umsetzen und habe schon sehr verinnerlich dieses Frustrationen und Wut nach einem Fehler darf nicht sein und kann mich gut kontrollieren.

00:25:46: Aber funktioniert doch kurzfristig?

00:25:47: Funktioniert kurzfristigt!

00:25:50: Ich glaube, ich hab es richtig perfektioniert und wir kommen mal jetzt immer mehr auch dahin in der Arbeit dann Torwart-Trainer, Torpsichelungen... Weil dann gibt es immer diese interessanten Momente, wo mich Wut halt einfach schneller und besser macht.

00:26:03: Und ich versuche aber immer... Ich habe gelernt dass man das nicht darf wütend sein und so weil man muss ja fokussiert und nächster viele Abhaken kontrollieren und so.

00:26:14: Ja also da würde ich sagen, da ist schon... Da fällt's mir schon schwer mit dieser Emotion optimal umzugehen, weil ich glaube, da kommt einfach so viel Energie auch raus die ich dadurch natürlich gelernt hab aus ein bisschen zu unterdrücken.

00:26:31: Also super schönes Beispiel, weil gerade Wut ist ja echt eine heftige Emotion.

00:26:35: Also wenn man die aber lernt eben so zu kanalisieren dann kann sie richtig für energiefrei setzen und kann dann auch schneller sein lassen, kann dann von den Reaktionen her schneller und auch die ganze Achtsamkeit oder unsere Sinneswahrnehmung funktioniert besser, weil es ist ja auch eventuell etwas passiert was ich nicht mehr möchte das noch mal passiert wenn ich im Funktionieren bleibe, also wenn ich es trotzdem scharf in dieser Handlungsfähigkeit zu bleiben.

00:27:04: Ja genau, ich glaube das ist so dieser... dass man das Richtige dann trifft.

00:27:09: Wie ist der Austausch da mit Trainer und Sprachpsychologe?

00:27:15: Wird es so thematisiert, dass man dies auch steuern kann?

00:27:18: Also in dem Moment noch sagt im Training.

00:27:21: okay Maler Nervt dich das jetzt?

00:27:25: Bist du wütend, keine Ahnung.

00:27:26: Rägt dich das auf?

00:27:27: Lass raus!

00:27:29: Also dass man es auch testet?

00:27:35: Ja, also ich glaube... Es kommt auch aufs Trainingumfeld irgendwie an und wir haben allgemein unser Trainingsstil in der Mannschaft und so ist sehr... Wir legen viel Wert auf Kommunikation und manchmal ist es nicht dieses Schlag-auf-schlag sondern es ist wirklich okay, da war was nicht richtig.

00:28:00: Lass uns kurz diskutieren, was wir besser machen können und dann... das nimmt einen schon raus aus diesem Moment manchmal von alleine und ich glaube insgesamt als Team tut uns das sehr gut weil wir dadurch so diese Verbindung spüren und irgendwie zusammen an Dingen arbeiten.

00:28:14: Von daher ist es schwer das im Alleine ein bisschen zu machen mit Martin noch halt zusammen dass wir darüber reden und ja ich versuche mich daran zu erinnern Wir versuchen Situationen zu kreieren, allerdings haben wir gar nicht so viel Zeit.

00:28:38: Das ist halt

00:28:41: immer dieser Zeitfaktor.

00:28:43: Total, was wir alles unterbringen beim Training.

00:28:45: Richtig!

00:28:46: Aber es ist ja auch oft so und ich glaube das beschreibt auch ganz gut die Arbeit der Sportabselung.

00:28:50: Also Martin Walz ist Malers, ein Sportapsiologe.

00:28:54: Lieber Kollege von mir, der hier auch schon zu Gast war.

00:28:56: Da sitzt eine Weile her in einer ganz spannenden Folge zum Thema Rapid Eye Movement eben.

00:29:01: Das macht er vielleicht mit euch auf wo es ganz viel um so visuelle Fokussierungen geht, um die nächste Bewegung zu organisieren dass es diese kleinen Gespräche sind Und die müssen auch nicht wöchentlich zwei Stunden sein.

00:29:14: Du wirst dich auf den Platz dran erinnern, wenn die Situation kommt und dann wirst du dich an das Gespräch erinneren.

00:29:20: Das braucht man dann auch nicht kommunizieren, wirst du merken.

00:29:22: Okay das nervt mich so krass gerade.

00:29:24: ich lasse es jetzt mal einfach da diese Wut und geht trotzdem wieder in die Handlung rein und erlebt damit vielleicht oder machen positives Erlebnis und durch diese positiven Erlebnisse das ist ja wie eine Belohnung.

00:29:34: letzten Endes verstärke ich mein Verhalten und sage okay das passt auch wenn jetzt gerade die Wut da ist und ich muss das nicht wieder regulieren und lemme ich vielleicht sogar dadurch Ja also das sind ja die Emotionen nur zu regulieren.

00:29:52: Jetzt hatten wir es gerade schon mit dem Satz, man kann nicht alles erklären und es ist ja jetzt heute nicht Hauptthema in dieser Folge.

00:30:00: aber ich würde schon ganz gerne kurz darauf eingehen.

00:30:03: Es gibt Themen Dinge wie auch Erkrankungen, Diagnosen.

00:30:08: die kann man nicht erklären.

00:30:09: also auch Krebsdiagnosen kann man bekommt Lungenkrebs, aber es gibt auch Kettenraucher, die kommen keinen.

00:30:20: Also man kann Dinge nicht erklären.

00:30:23: Um zwanzig-vierundzwanzig gab's bei dir die Diagnose?

00:30:29: War das eine Zufallsdiagnose

00:30:30: ?

00:30:33: Ja, nee also... Es war jetzt nicht bei einer Routine-Otersuchung sondern weil ich eben das festgestellt habe dass sich diese blutende Stelle im Mund hab.

00:30:45: Also bin ich quasi damit losgegangen.

00:30:48: Aber in dem Sinne war es schon zufällig, weil das mir einfach nicht schlecht ging und ich davon nichts gemerkt habe.

00:30:53: Und jetzt nicht dachte, dass sich eine schlimmere Krankheit haben könnte.

00:30:57: Ja

00:30:57: gut, denkt man auch erst mal Gott sei Dank nicht!

00:31:00: Weil damit mit der Angst zu leben ist sicherlich auch nicht gesund.

00:31:06: Hälft ihr bei der Diagnose?

00:31:10: Behandlung, Therapie und das war dann ich glaube circa ein Jahr.

00:31:13: Bist du auch wieder zurückgekommen bist?

00:31:16: Nee es ging viel schneller eigentlich.

00:31:19: Also Diagnose war so rund um Oktober.

00:31:24: Achso, ein Jahr nur vor zwei

00:31:26: Jahren?

00:31:26: Genau!

00:31:26: Okay Ja und die OP war dann Anfang Dezember Und dann kurz vor Weihnachten hatten wir quasi so ein bisschen alle Ergebnisse und die Ärztinnen hatten sich besprochen in also so ausgetauscht mit verschiedensten instituten auf der ganzen welt tatsächlich und dann eben auch beschlossen dass ich ja nichts weiter machen musste keine nachtherapie keine bestrahlung nichts.

00:31:53: und dann war das so der moment ab dem ich körperlich fertig war mit der behandlung und dann mich noch erholen musste.

00:32:03: und dann die mentale

00:32:05: Arbeit.

00:32:06: Hälfte dabei auch der Satz, dass man halt nicht alles erklären kann.

00:32:11: bei der Akzeptanz auch irgendwo?

00:32:13: Weil es ist ja schon gerade in so einem jungen Alter finde ich eine heftige Diagnose krebs.

00:32:19: Ich fand's also absolut!

00:32:23: Das war schnell der Satze und auch die Aussage mit dem das dann irgendwie abgehakt war was aber auch ein bisschen daher kommt kein Mensch nachfragt, woher es kommen kann.

00:32:36: Also das ist nicht wie bei jeder anderen Sportverletzung oder auch Erkrankung, wo die Ärztinnen sich auf die Suche nach einer Ursache machen gar nicht!

00:32:46: Also wirklich keine einzige Nachfrage dazu weil es einfach nicht entscheidet ist in dieser Krankheit.

00:32:55: und ja somit habe ich das also konnte ich das quasi schnell.

00:33:02: Was heißt schnell?

00:33:02: Wahrscheinlich auch wieder nicht.

00:33:04: Aber es hat mir voll geholfen, aber ich fand's fast leichter weil ich da... also da sind wir wieder bei einem Wissenschaftlichen, da kann ich das total gut verstehen dass man es nicht erklären kann und dann finde ichs viel leichter das aus der Hand zu geben als eine Sache die sich nach einer Handlung von mir anfühlt.

00:33:26: Weil ich da also nicht in der handelnden Position bin Und dann zu sagen, da gibt es keine Erklärung für.

00:33:36: Ist irgendwie leichter als wenn man innerlich doch immer denkt ja aber vielleicht könnte ich's ja besser machen und das ist halt Gefühl hatte ich dann nicht und dann fand ichs auch leichter.

00:33:45: Man hätte wahrscheinlich auch nichts Besser oder anders machen können.

00:33:47: also das ist ja wirklich auch bei den Krankheiten oder bei Krebs Ich meine Es gibt inzwischen so gute Forschungsmöglichkeiten viele verschiedene Krebsvarianten auch.

00:33:59: Und es ist halt extrem schwierig, auch einen Auslöser oder irgendwie plus wenn's einfach keinen ... ich sag jetzt mal Therapie Wert hat im Sinne von man weiß was gemacht werden muss und wo es herkommt spiele ich erst mal gerne eine Rolle.

00:34:16: Jetzt hattest du dann zwanzig, fünfundzwanzig sozusagen wieder dein Comeback.

00:34:24: ihr habt das Double gewonnen.

00:34:27: Was war in dem Moment für dich emotionaler?

00:34:30: Also die Titel oder nach dem Jahr, wo man ja auch... Das macht ja auch was mit einem.

00:34:36: Also das Gefühl ich habe hier gerade eine Krankheit besiegt, die unter Umständen auch anders verlaufen kann mental extrem mehranspruchend.

00:34:48: Wie ging es dir da Richtung Saisonende raus?

00:34:50: Also

00:34:51: emotional war's in dem Sinne Es war extrem emotional, aber nicht extrem positiv.

00:35:03: Sondern ich... Ich war extrem müde, KO einfach und also das ist eine Emotion die ich kenne gerade bei so einer Meisterschaft am Ende dass ein bisschen dieser Druck abfällt der sich angesammelt hat und Also es ist ja in dem Sinne dann häufig Weil man das selber Wochen macht, kein überraschender Erfolg.

00:35:28: Ist ja nicht so unerwartet, sondern es ist sehr erwartet und da kenn ich eher diese Erleichterung gelaufen ab.

00:35:35: Aber die genieße ich dann irgendwie auch.

00:35:37: Es fühlt sich jetzt nicht wie Feuerwerk an, sondern eher aber ... Belohnungen?

00:35:42: Ja, wie so eine Belohnung und dass man ein bisschen das jetzt einfach mal fallen lassen kann.

00:35:46: Das geniesse ich daran schon.

00:35:50: Und wir hatten halt einen extremen Monat mit den beiden Titeln.

00:35:56: Dann hatten wir noch das Turnier in Portugal, was extrem vielen positiven Emotionen aufgeladen war nur wenn es eine richtig gute Zeit gemacht haben.

00:36:07: aber wo ich schon die ganze Zeit gemettet habe Ich bin eigentlich so leer und es hat mir Freude bereitet Aber ich hab mich auch so danach gesehen dass alles vorbei ist und dass sich irgendwie mich ausruhen kann nach Hause gehen kann.

00:36:23: Ich habe so Heimweh in Portugal und nicht, weil ich mich nicht wohlfühle woanders oder mit der Mannschaft unterwegs zu sein aber ja also das hat mich irgendwie dann schon auch richtig noch mal richtig auseinander genommen.

00:36:36: Das ist ein ganz klassisches Phänomen also nach großen Ereignissen, großen Turnieren auf die man hinarbeitet und dann ist es irgendwie vorbei und oft ist es gar nicht oder bei den meisten Fällen erliebt sich oft sogar nicht diese körperliche Erschöpfung sondern Im Wahrheim so eine mentale Erschöpfung, weil sie auch immer wieder aufs Neue sich aktivieren und dann wieder runterfahren.

00:36:56: Und wieder aktivieren!

00:36:57: Und wieder runter fahren und wieder aktiviren.

00:36:59: Das ist natürlich schon was.

00:37:00: Dann ist es ja auch ein Bedürfnis das glaube ich.

00:37:03: wo nach was sehnt man sich?

00:37:05: Nach Sicherheit, Geborgenheit und Ruhe?

00:37:07: und wo bekommt man das?

00:37:08: nach Hause oder zuhause?

00:37:13: Ich habe total viel gelernt in der Zeit irgendwie.

00:37:15: Hat nochmal anders verstanden Das habe ich auch von Martin nochmal so ein Satz gekauft, dass die Seele einfach länger braucht zum Nachheilen oder zum Heilen und das hab' ich da einfach extrem gelernt.

00:37:31: Und... Also es war in dem Sinne eine total angenehme Erfahrung.

00:37:40: Ja also das konnte ich dann ganz gut akzeptieren auch und hatte dann auch keine Sorge davor, dass sich aus diesem Loch nicht mehr rauskomme.

00:37:51: Sondern da war ich mir schon auch sicher, aber einfach mal so ein bisschen das auch mitnehmen und also dieses Hoch-und-Runter irgendwo dann auch genießen.

00:38:02: Weil ich glaube ist auch so ein bissel das was ich glaub ich gelernt habe von versuchen meinen Kindkollegen mitzugeben falls die mal eine Verletzung haben oder nicht.

00:38:12: schwerer Zeit so dieses.

00:38:14: ja in dem Moment fühlt sich die Achter man halt fies an Aber immer noch besser.

00:38:19: Also hundertmal besser als nichts zu viel.

00:38:21: Ich sage mir, gefährlich will es erst wenn man nichts mehr fühlt.

00:38:25: Und von daher war's hart anstrengend manchmal traurig aber ich blicke jetzt nicht traurigt drauf zurück.

00:38:36: Ist ganz spannend was du sagst so dieses dass man das auch betont oder wertzuschätzen weiß dass man fühlt.

00:38:44: bei Glauben hier und das weiße ich arbeite als Verhaltenspsiotherapeutin Das Schlimmste ist wirklich, wenn Patienten davon berichten sie fühlen nichts mehr.

00:38:52: Und das sage ich alles egal.

00:38:53: Also weder Freude, wenn man so nach Ressourcen nachfrägt, positiven Aktivitäten und da kann nämlich Fussele reden.

00:39:01: Keine Freude keine Trauer nicht.

00:39:03: Das ist eigentlich komplette Gleichgültigkeit und das ist eigentlich das Schlimmmste.

00:39:07: Das selbe ist es finde ich immer ganz schön was mir auch gerade einfällt,

00:39:10: wenn

00:39:11: sich man sich nicht entscheiden kann also... Das ist ja auch oft so, wo ich immer sage naja man kann sich ja nur entscheiden wenn man Optionen hat und das ist auch eine Freiheit.

00:39:19: Und auch zu fühlen positiv oder negative ist eigentlich oder Emotionen ist etwas, wofür man eigentlich sehr dankbar sein kann Auch wenn es in dem Moment oft ein ganz schöner Rollercoaster ist.

00:39:29: Ja extrem

00:39:30: heftig.

00:39:30: Also das geht gar nicht darum dass man so ein bisschen, dass man abspricht, dass es an schlecht geht.

00:39:36: Aber ist auch mal einen Zustand!

00:39:37: Das finde ich auch irgendwie ganz schön zu sagen okay das ist jetzt aktuell ein emotionaler Zustand Und ich glaube, das Wissen weder.

00:39:43: Zustände gehen auch meistens wieder vorbei oder werden weniger stark erlebten.

00:39:48: Weniger Intensive erlebt.

00:39:49: ja Ich habe auf um das Thema so ein bisschen noch abzurunden.

00:39:57: Es war FC Bayern Block oder wie immer es genannt wird.

00:40:00: aber da waren großes Interview von dir und da wurde dir die Frage gestellt was unterscheidet die Maler heute von der Mala-Vordergräbstdiagnose.

00:40:09: Und du antwortest, ich wusste immer dass ich mental stark bin und der Druck funktioniere und mit Rückschlägen umgehen kann.

00:40:16: aber das vergangene Jahr hat mir noch einmal ein anderes Selbstvertrauen gegeben.

00:40:20: dieser Satz bleibt dir selber treu über dem man manchmal ein bisschen lächelt der trifft es inzwischen sehr gut.

00:40:26: Ich habe gemerkt so wie ich bin ist es gut!

00:40:29: Ich kann mich auf mich verlassen.

00:40:31: ich habe gesehen wozu ich fähig bin.

00:40:33: Das war nicht irgendwie eine total schöne Aussage, die mich gecatcht hat.

00:40:38: Wie würdest du denn sagen bist du denn heute?

00:40:44: Ich fühle mich sehr... Sag ich das ausbalanciert eigentlich.

00:40:56: Ich hatte lange so ein bisschen das Gefühl dass Fußball vielleicht Zu kleines in meinem Leben, im Vergleich zu anderen Dingen auch dabei.

00:41:08: Es wird natürlich vermittelt wenn viele Spielerinnen und Spieler für diesen Traum ihr Leben in der eigenen Stadt und Umgebung aufgeben ins Internat wechseln solche Dinge machen andere Hobbys aufgeben sich voll und ganz darauf konzentrieren Fußball Profi zu werden.

00:41:26: Und das habe ich nie so richtig gemacht Natürlich schon immer, weil ich gedacht hätte das tut mir auch gut und weiß mehr.

00:41:34: Also war es für richtig gehalten aber immer mit diesen Zweifel dabei vielleicht müsste ich mich ja doch mehr auf Fußball konzentrieren und vielleicht fehlt dann was in dem Bereich oder wie auch immer Und habe halt jetzt einfach nochmal gemerkt dass es total gesund ist.

00:41:51: also Ich glaube dass mich das total durch die Zeit getragen hat Die verschiedenen Sollen auf den ich stehen kann, aber halt auch das mein Netz was dahinter liegt.

00:42:06: und ja das glaube ich hat mir das noch mal so ein bisschen gezeigt und bestätigt dass mein Weg da für mich auch richtig ist.

00:42:17: Ich erzähle dann auch gerne immer von meiner Mama die wenn ich sie frah also wenn ich irgendwie anrufe oder wenn wir sprechen und irgendwie was nicht so richtig gut ist fußballerisch vor allem jetzt.

00:42:32: Also ihr erster Impuls ist halt nie eine Lösung zu suchen sondern immer zu sagen, dass du weißt das es deine Entscheidung ist was zu machen.

00:42:38: Du kannst jederzeit aufhören und das klingt irgendwie so ein bisschen negativer aber es gibt halt extrem viel Freiheit.

00:42:44: und das Gefühl zu haben, dass ich wirklich jeder Zeit aufhauen könnte weil ich glücklich bin ohne Fußball ja ist eigentlich das Beste was man haben kann finde ich.

00:42:53: Ja Ich kann sehr unterstreichen Man stößt da und das ist vielleicht was dir durch deine Krankheit, die du erlebt hast auch leichter fällt und stößt da.

00:43:06: Weil ich diese provokante Frage oder Aussage sehr oft mit Athleten oder Athletinnen habe.

00:43:11: Oftmals im Anfang natürlich sehr auf Widerstand.

00:43:13: Dann hört er einfach auf.

00:43:14: also es zinkt dich doch keiner dann früher raus in den Campus zu fahren.

00:43:18: Also dann löst den Vertrag auf, dann fang zum Studium macht irgendwas anderes und dann fängt man aber zum Denken an und was dann passiert ist... Aber ich will das ja!

00:43:29: Und das ist ein riesen Unterschied sich das immer mal wieder.

00:43:32: Und es ist ein Prozess und ich hatte jetzt dieses Jahr öfter, dass ich tatsächlich den Leistungssport wie so eine Abgeziehung geschrieben habe.

00:43:40: Entziehungen muss man auch pflegen um sich immer wieder für einen Ja entscheiden.

00:43:46: aber ich will das ja!

00:43:47: Umso länger die Beziehung ist, dann wird's auch mal langweilig.

00:43:50: Dann nervt es auch mal.

00:43:51: Dann ist das vielleicht nicht mehr so aufregend alles und man muss sie halt pflegen und sich immer wieder aufs Neue dafür entscheiden.

00:43:57: Und das ist am Anfang nicht leicht und ich merke dann schon noch so ein Gespräch.

00:44:01: Ich denke mir oh je, ja ich weiß nicht ob es da nochmal einen Gespräch gibt und dann kommt aber tatsächlich meistens nach drei Stunden das Gespräch heute, das war echt super irgendwo weil ich will das ja wirklich machen!

00:44:13: Und dann ist auch wieder so eine ganze andere Leidenschaft und Motivation da.

00:44:18: Diese Freiheit, sich auch zu nehmen – das finde ich schon wichtig hat deine Mama es ja recht!

00:44:23: Also wenn sie diese Folge hört an dieser Stelle weiter in diesen Bratyschlag

00:44:27: heben,

00:44:29: dass man das im Kopf haben darf ohne sich schlecht zu fühlen weil manchmal Leistungssportler sind schlechte Gewissen her aber das darf ich eigentlich nicht denken.

00:44:40: Nee, das stimmt.

00:44:41: Und dieses schlechte Gewissen dieser Zweifel ist es, würde ich sagen noch mal kleiner geworden.

00:44:47: Ganz klar.

00:44:47: Ist es wahrscheinlich nie.

00:44:48: Das ist auch okay.

00:44:50: und das ist ein weiterer Satz, den ich tatsächlich aus dem Interview von dir gelesen habe wo du sagst dass dein Glück im Leben nicht davon abhängt ob du im Tor stehst oder nicht weil das wäre nämlich ungesund.

00:45:06: Ja, das ist halt die... diese Position natürlich, die glaube ich dieses... wenn man das jetzt Mann nennt oder was auch immer ein Extrem braucht.

00:45:20: Weil es ist eh schon genug Druck da keine Fehler zu machen einfach weil man keinen Gegentor kassieren will aber, weil ich dann immer noch die Sorge habe dass mich dieser Fehler aus dem Tor rausbringt und ich dann nicht wieder reinkomme oder sowas.

00:45:35: Was ja einfach auch Tatsache ist muss man sagen ist passiert, das passiert und da kann man sich jetzt drüber streiten wie ob das im Endeffekt wirklich das Beste aus allen Teulterinnen und Teultern rausholt.

00:45:49: Ich habe dann ja zumindest differenzierte Meinung zu?

00:45:54: Kann man auch glaube ich haben.

00:45:55: also dieses Thema okay wenn Fehler passiert dann wird halt beim nächsten Mal ausgewechselt oder spielt.

00:46:02: Ja,

00:46:02: auch wenn es nicht der erste Fehler ist aber das hilft, das macht gar keinen Unterschied.

00:46:05: ob ich jetzt weiß nach dem ersten darf ich kein zweiten machen oder ist auf allgemein ist egal.

00:46:09: Wenn man das Gefühl hat an so einer kleinen Situation hängt kann eine Karriere hängen.

00:46:14: also dass ist einfach so belastend dass man ja also ich das kann man eigentlich nicht aushalten.

00:46:23: Wenn dann finde ich macht's einfach gar keinen Spaß

00:46:29: und deswegen ist glaube die Einstellung total schön oder auch sehr hilfreich, also ja noch zuhörer zu erinnern.

00:46:38: Zuhören, die ähnliche Situation kennen dass man zumindest ein Glück im Leben nicht davon abhängig machen kann weil das cool ist.

00:46:46: ja deswegen denke ich auf oder ich arbeite der meistens Prozessziele und weniger Ergebnis- oder Leistungsziele.

00:46:54: Weil wenn ich mich unabhängiger mach von diesen Ergebnissehlen oder von einer Position jetzt in deinem Fall, dass du weniger Angst habe ich sie zu verlieren.

00:47:03: Und das ist weniger Angst?

00:47:04: Ich hab etwas zu verlier'n!

00:47:06: Dass du mutiger kann ich eigentlich auch wieder sein und dass du selbstsicherer bin nicht.

00:47:10: Also es ist ein ganz interessantes Phänomen und aber auch schwierig im Leistungssport.

00:47:14: Du hast

00:47:14: uns halt die Tatsache, dass ich nicht denke, die ganzen Profisportler, die im Tor stehen haben diese Angst nicht.

00:47:21: Das ist total zurückschluss weil... Sicherlich gibt es auch Typen, die ganz wenig nachdenken und superimposiv sind.

00:47:30: Und die vielleicht übermorgen sich gar keine Gedanken haben.

00:47:34: Also gibt's sicher auch aber... also diese Angst vor den Fehlern ist immer da.

00:47:42: Ich mags dann auch nicht wenn ich dann offen darüber bin oder hatte ich Respekt in der Situation.

00:47:51: Da traue ich mir das nicht zu hat es wirklich nicht verdient, dass dann jemand sagt ah das darf aber nicht sein.

00:47:58: Es geht einfach nur darum diese Emotion zu managen und ich glaube die Profis können halt besonders gut, ja aber ist nicht so, dass sie nicht da ist also nie...

00:48:06: Ich glaube das kann ich mir auch nicht vorstellen.

00:48:08: Ich glaube du wirst auch nur so gut auf dem Niveau wenn du diese Emotionen hast und diesen Respekt.

00:48:13: Also weil du möchtest das ja auch nicht die ganze Zeit fühlen.

00:48:16: Das heißt eine Strategie um Ich sage jetzt mal, keine Angst zu spüren oder zu fühlen.

00:48:21: Oder Zweifel ist, Sicherheit zu bekommen und Sicherheit bekomme ich indem ich wiederholend mich besser werde und das vermeiden kann.

00:48:27: Und deswegen, ich kann mir... Also dass es jemanden ganz, ganz egal ist, tue ich mir ganz schwer das zu glauben.

00:48:33: Aber es gibt die Typen, die machen sich sicherlich weniger Gedanken oder sie sagen's zumindest.

00:48:40: Du wirst vorher schon ganz kurz angesprochen Situationen, wo du irgendwie intuitiv was richtig machst und das war voll gut.

00:48:47: Und dann kannst du es nicht erklären und das ärgert dich dann total.

00:48:51: Ich möchte

00:48:52: dich jetzt noch mal drauf eingehen.

00:48:54: Also ich denke dann schon, oh da habe ich jetzt aber Glück gehabt!

00:48:57: Okay.

00:48:57: Habe ich aber Glück gehabt, dass ich da jetzt richtig reagiert habe?

00:48:59: Externales Attributieren... Nee!

00:49:02: Ich war jetzt richtig gut, sondern da hatte sich Glück.

00:49:05: Ja, hab mich irgendwie Glück gehabt das mein Körper jetzt irgendwas gemacht, was ich gar nicht aktiv machen wollte oder so.

00:49:12: Wie könntest du den Satz reframe und umformulieren?

00:49:18: Da war ich ja total im Flow,

00:49:20: oder?!

00:49:22: Ja, ich finde es in solchen Situationen ganz spannend weil ich würde dir dann antworten, ja ne Mahler.

00:49:27: Also ich glaube, du kannst dich einfach darauf verlassen, dass in so einer Situation intuitiv immer das Richtige machst.

00:49:32: Ohne dass du vorher sehen musst oder anzizipieren musst.

00:49:35: Du kannst sich darauf verlassern, dass über diese ganzen Jahre und es ist ja, das ist Training.

00:49:40: Das sind einfach zig Tausende von Trainingsstunden-Wiederholungen.

00:49:43: So schult man auch seine Wahrnehmung.

00:49:45: Dass du so viele Erfahrungen sammeln konntest, dass du in den meisten, also statistisch gesehen in den meisten und sehr vielen Situationen intuitiv die richtige Entscheidung treffen kannst.

00:49:55: Also macht dann so eine Haltung mit einem?

00:49:58: Ja, viel besser.

00:50:00: Ich habe auch ganz früh gerade als ich hierhergekommen bin... ...mit einem Sportpsychologen gearbeitet,... ...der mir vor allem eine Sache mitgegeben hat die ich halt heute immer noch nutze und das ist diese... Wenn ich das erzähle, weiß du es bestimmt.

00:50:18: Sie ist vier Eck wo man Fehler einsortiert im Sinne von Ach, Klobiholch!

00:50:24: Nee.

00:50:25: Wie gut ich das überhaupt kann?

00:50:27: Also wie hoch überhaupt die Wahrscheinlichkeit ist dass sich das umsetzen kann und wie schwer die Aufgabe war also dieses zu sagen, dass ich nicht von mir erwarte irgendwas was ich gar nicht...was ich vielleicht eh nur drei von zehn mal kann dann auch richtig zu machen wenn es total die schwere Anforderung war oder dass man halt so dass man seine Fehler ein bisschen einordnen kann Das fällt jetzt auch

00:50:51: nicht der Begriff an, aber werde ich noch mal nachrecherchieren was der Kollege da meinte.

00:50:57: Aber es hat ja auch und das ist auch wieder ganz spannend zu überlegen mit wem arbeite ich wenn ich jetzt mit dem Maler groß arbeite.

00:51:05: Das ist ganz gut so Modelle zu haben.

00:51:08: Super!

00:51:08: Prozente und so klar sind.

00:51:10: Prozenten, Modelle, Statistik.

00:51:11: Ja Statistika kann ich bestanden und damit kann ich umgehen.

00:51:15: Genau, weil das funktioniert dann sehr gut.

00:51:17: Weil dann glaubt ihr es und sobald sie es glaubt macht er's ja

00:51:21: auch nicht.

00:51:22: Also dass sich die Erwartungshaltung stimmt zu dem was von mir gefordert ist?

00:51:26: Und wenn ich dann nachher sage man habe ich nicht richtig gemeint aber war auch wirklich schwer.

00:51:31: Statistisch gesehen war meine Chance relativ geringes, genau.

00:51:36: Ja und diese Art einfach damit umzugehen, dass man halt weiß des Training nicht mir niemals versichert, dass ich Dinge richtig löse aber die Wahrscheinlichkeit erhöht und ich somit halt einfach klären kann damit zu arbeiten.

00:51:49: Das macht es angenehmer.

00:51:53: Würdest du sagen das jetzt über die Zeit dein Selbstvertrauen auch größer wurde?

00:52:00: Also manchmal ist ja auch wenn der Selbstvertrauen größer wird die Selbstsicherheit, dass man dann auch weniger alles erklären muss?

00:52:09: Ich glaube Wenn ich selbstbewusste Phasen habe, ja.

00:52:14: Aber ich finde halt nicht dass das in irgendeiner Form selbstbewusstsein stabilisiert oder dass es dadurch weniger Phasend gibt indem man sich nicht selbstwürst fühlt.

00:52:30: Also vielleicht... Vielleicht verschiebt man so ein bisschen seine Baseline und diese ganz tiefen Ausrutscher, die werden weniger.

00:52:42: Und man schafft es immer so ein bissel in diese Linien nach oben zu schieben.

00:52:46: Aber trotzdem kann ich das.

00:52:48: also bemerke ich das krass wenn Werde was da nicht da ist.

00:52:52: Hat dir das auch ein Sportpsychologe erklärt?

00:52:53: oder hast du dir das dann?

00:52:55: Das ist auch so'n Ding!

00:52:56: Ja wir wurden schon viel erst erklärt und manchmal spruckt das glaube ich mein Kopf wieder aus.

00:53:01: Ja,

00:53:02: extrem schön find das Bild.

00:53:04: Weil ich... Es kommen ja ganz oft Klären und sagen ja, ich muss im Selbstvertrauen arbeiten selbstweit aber nicht so... Okay also wir fangen mal damit an es ist nie weg!

00:53:13: Also es ist nicht so dass man keinen Selbstvertrauen hat oder hat Das ist ja nie weg.

00:53:17: Aber es gibt halt Phasen ob sie selbst vertrauen Also Vertrauen in meine Fähigkeiten, Fertigkeit und Selbstwert.

00:53:22: fühle ich mich lieb Ich mich selbst fühl' ich mich selbst wert?

00:53:25: Oder schätze ich mich Selbstwert Selbst Wirksamkeit, also habe ich das Gefühl.

00:53:31: Ich kann etwas bewirken.

00:53:33: Das ist ja nie weg.

00:53:34: aber es gibt einfach Phasen im Leben wie du es gerade total schön beschrieben hast.

00:53:37: Da ist es halt stärker da und weniger stark da und dann geht's auch wieder darum zu lernen in den jeweiligen Phasern einfach damit umzugehen und so zu regulieren.

00:53:45: Ja hat mir bestimmt irgendwann mal jemand erklärt Martin wahrscheinlich warst du?

00:53:49: Wahrscheinlich was Martin genau der hört sich die Folge bestimmt an dieser Stelle.

00:53:53: Credits an Martin.

00:53:57: Mal ganz zum Schluss.

00:53:58: Wir kommen so langsam zum Schluss.

00:53:59: und das Thema Verantwortung, Selbstverantwortung.

00:54:04: Also erst du ja in deinem Leben, du studierst Maschinenbau hast wirklich schon einen großen Schicksalsschlag auch erlebt.

00:54:13: bis Profifußballerin hast eine meiner Meinung nach schon auch Position mit einer sehr hohen Verantwortung.

00:54:18: also haben natürlich alle die Verantwortung.

00:54:19: aber auf dich auf deinen Verantwortungspot ist der Spotlight schon noch mal mehr gerichtet.

00:54:26: Mochtest du es schon immer, Verantwortung zu übernehmen oder war das etwas du auch hineingewachsen bist?

00:54:33: Ich mochte das schon immer.

00:54:35: Also habe ich das in vielen Konstellationen irgendwie erlebt und mache das auch gerne.

00:54:42: Ich glaube dass ich das irgendwo auch hab so ein bisschen natürlich irgendwie.

00:54:50: also ich kenne das schon von mir, dass wenn ich mit Freunden in der Stadt unterwegs bin, dass ich dann schnell mein Scheide was wir

00:54:59: machen.

00:54:59: Hast du das Fanchen praktisch so?

00:55:00: So

00:55:00: ein bisschen, aber...

00:55:01: Sittigite-Fanchen!

00:55:03: Gleichzeitig muss dich da schon auch im Fußball so ein bisschen gucken und meinen Platz da finden weil ich nicht so... Ich mag auch diese Position oder diese Perspektive die er durch zuhören und Wahrnehmverantwortung übernimmt und dass sich jetzt nicht so manchmal vorne stehe und schrei

00:55:27: Also Führungsspielerin ohne das C sozusagen.

00:55:30: Das erlebe ich tatsächlich oft so, ja?

00:55:33: Ja und ich glaube dass man... das ist auch total in Ordnung ist weil wir haben darüber gesprochen wie viel Verantwortung man einfach aufgrund der Position schon trägt.

00:55:42: Und dann darf diese aktive Verantwortung dann auch gerne bei also auf verschiedenen Schultern liegen.

00:55:51: Ich glaube einfach Wert hat, wenn es diese Leute in einer Gruppe oder einen Team gibt die so ein bisschen den Überblick haben und immer mal wieder von außen drauf schauen.

00:56:05: Immer mal wieder alle mit ins Boot holt an Erinnern.

00:56:09: das ist so eher mein Weg den ich gern mag und freue mich wenn das gesehen wird.

00:56:19: ja also von daher schon schon was was mir wichtig ist

00:56:24: Das Erspannende.

00:56:25: mir wurde da zumal wir hatten mal in der Ausbildung so eine Übung, dass jedem so ein Tier zugeordnet wird.

00:56:32: Wie man wahrgenommen wird haben sie dann bei mir so einen Adler gemalt eben außer dieser schon so'n Blick und bisschen drüber.

00:56:40: So look at the bigger picture einmal alles sehen aber dann nur eingreifen wenn es wirklich auch sein muss.

00:56:47: Aber alles mitbekommen.

00:56:48: Eine ganz hohe Wahrnehmung.

00:56:50: Ja und gerade auch im Fußball ist das glaube ich mehr in diese Richtung so ein bisschen gegangen, dass ich mich da mehr wiederfinde.

00:56:58: Weil ich halt auch als Torhüterin in manchen Situationen ja wirklich einfach nur diese Rolle habe und zwar beobachte also ich takte wie gesagt manche auch ganz gerne und hab dann immer gerade in den Jugendteams natürlich schnell verstanden was wir wollen als Team.

00:57:17: glaube war doch eher eine von den schnelleren.

00:57:19: ihr habt dann halt auch schnell gemerkt.

00:57:22: Es ist also, wenn ich jetzt sage ja wir müssen da aber mehr anrennen.

00:57:25: Ich renne ja gar nicht.

00:57:26: Keine Ahnung ob die noch Kraft haben zum Beispiel und dann denke ich das steht mir überhaupt gar nichts zu in dieser Situation als ich jetzt sagen sollte ihr aber rennen.

00:57:34: Daraus ist es so ein bisschen entstanden auch und ich glaube dass es dann auch zur der Position ganz gut passt.

00:57:39: Definitiv!

00:57:40: Und trotzdem glaube ich wird's schon auch oft geschätzt, wenn jemand dann mal diesen Call macht.

00:57:45: Es steht ja auch immer noch den anderen zuzusagen.

00:57:48: Das ist ein schöner guter Mal aber dann war leer so.

00:57:51: Aber dass trotzdem gerade dieses Coach schon auf dem Platz von hinten aufs sehr, sehr viel Wert ist, wenn das jemand auch macht.

00:57:58: Mal eine letzte Frage also nicht, dass du jetzt schon sehr alt wärst, aber was würdest du denn in einem jüngeren Ich raten?

00:58:05: Also wenn jetzt hier so ein paar junge Mädels oder junge Jungs zuhören und Profi werden wollen

00:58:13: Ja, ich...

00:58:18: Spannende Frage an jemanden der diesen Traum hier hatte.

00:58:22: Ich glaube mir selber würde ich raten oder versuchen den Hinweis zu geben dass es schon das der Weg schon passt und also mir Mut zu sprechen dass ich wirklich meine Entscheidungen treffen darf.

00:58:34: Mein grundsätzlicher Rat an jüngerer Athletin ist dann ja einfach immer also dieses du brauchst nicht das größte Talent sondern Mach, du musst daran arbeiten

00:58:47: und

00:58:48: Zeit investieren.

00:58:50: Clever Zeit investiert ist auch nicht immer einfach.

00:58:53: aber ja man darf einfach nicht darauf warten dass manche Dinge zu einkommen muss das machen.

00:58:59: Und dann denke ich auch Ist es auch nicht schlimm wenn du das in deinem Garten machst oder oder irgendwo wo's gar nicht super professionell ist sondern die Arbeit die lohnt sich dann doch.

00:59:08: und Das eigentlich auch ganz schön weiter und ich hab mir schon so diese selbst Kontrolle und Selbstwegslandkeit über den Weg da nicht nachlassen.

00:59:17: Ja, das ist ja schon eine Abschlussworte habe ich jetzt eben auch vor kurzem auch in dem Podcast mit Maxi Kassner genau dasselbe Worte oft durch die Durchschnittspieler im Long Run sozusagen Vorteile haben weil sie mehr arbeiten müssen, detailverliebte arbeiten müssen und das halt auch lernen was Talente oft nicht lernen weil ihnen sehr vieles sehr leicht fällt Krantios natürlich, wenn man dann auch noch viel arbeitet.

00:59:45: Ja absolut

00:59:47: gut!

00:59:48: Wir sind am Ende und ich bedanke mich natürlich bei allen Zuhörerinnen das ihr heute wieder bei Sport im Kopf dabei wart.

00:59:55: Wie immer freue ich mich über Feedback- und Anregungen.

00:59:58: Gehen mir Adresse dazu findet ihr in den Shownotes und noch mehr wenn ihr das nächste mal wiederzuhört.

01:00:04: Wenn es euch gefallen hat hinterlasst mir sehr gerne ein kleines Sternchen auf Spotify Dann finden auch andere dem Podcast schneller.

01:00:10: Liebe Maler Inzwischen Graubitz draußen, das hast du schon gesehen.

01:00:14: Winter-Einbruch im April, genau!

01:00:19: Vielen Dank fürs Gespräch.

01:00:20: sehr gerne

01:00:21: wünsche ich dir jetzt einen schönen Fast-Feierabend.

01:00:23: Du hast ja noch was für die Uni machen.

01:00:25: Jetzt geht es

01:00:26: in die Uni und ja freu mich wenn wir uns irgendwann mal ich dir irgendwann mal zuschauen darf hier.

01:00:32: Ja sehr gerne, herzliche Einladung.

01:00:34: Tschüss.

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